Betriebsberater der Kammern mit 25.000 Beratungen
02.02.2011Die rund 50 Betriebsberater der baden-württembergischen Handwerkskammern haben im Jahr 2010 etwa 25.000 kostenlose Beratungen durchgeführt. In den meisten Fällen handelte es sich um Kurzberatungen, im Vordergrund standen betriebswirtschaftliche Themen.

Baden-Württembergische Handwerksbetriebe, die eine Beratung zu betriebswirtschaftlichen oder technischen Fragestellungen sowie zu den Themen Innovation, Umwelt oder internationaler Geschäftsverkehr benötigen, erhalten diese von den Betriebsberatern ihrer Handwerkskammer kostenlos. Im Jahr 2010 führten die Kammerberater rund 25.000 solcher Beratungen durch. Hinzu kommen ebenfalls kostenlose Beratungen durch die Berater von Fachverbänden, die jedoch statistisch nicht erfasst sind.

Bei 70 Prozent der von Bund und Land geförderten Beratungsleistungen handelte es sich um Kurzberatungen unter drei Stunden, die je nach Sachlage auch telefonisch stattfanden. Mit ebenfalls 70 Prozent standen betriebswirtschaftliche Fragestellungen klar im Vordergrund, vor allem zu den Themen Finanzierung und Investition. Was zeigt, dass die Betriebe gerne wieder investieren möchten, das Geld bei den Banken jedoch immer noch nicht leicht fließt. Häufig war ein Gespräch mit dem Berater zur Vorbereitung eines Bankgespräches hilfreich. Viele Handwerker wandten sich aber auch mit Fragen zur Unternehmensführung an ihre Kammerberater.

Jede elfte Beratung entfiel auf ein technisches Thema. Wie im Vorjahr stand hier die Bewertung von Immobilien und Maschinen im Vordergrund, eine Fragestellung, die besonders bei Betriebsübergaben eine große Rolle spielt. Sieben Prozent der Anfragen gingen bei den Umweltberatern ein, darunter viele zum Thema Abfall. Informiert wurde vor allem über den elektronischen Abfallnachweis, der im April 2010 in Kraft trat. Mit nur 3 Prozent hatten Innovationsberatungen den kleinsten Anteil am Gesamtaufkommen. Naturgemäß wurden hier die meisten Fragen zur Patentierung von Innovationen gestellt. Für Fragen zum Außenhandel und Geschäftsbeziehungen ins Ausland (11 Prozent) standen die Experten von Handwerk international bereit, genauso wie die EU-Berater, die vor allem bei den grenznahen Kammern  in Freiburg, Konstanz und Karlsruhe angesiedelt sind.

Betriebe, die Interesse an einer Beratung haben, können sich direkt an die genannten Beratungsstellen wenden. Diese bieten nicht nur Einzelberatungen, sondern oftmals auch Workshops zu aktuellen Themen an. Wer darüber hinaus weiteren Beratungsbedarf hat, ist bei der Beratungsgesellschaft des Baden-Württembergischen Handwerkstages (BWHM) richtig: Diese vermittelt einen geeigneten freiberuflichen Berater, der jedoch kostenpflichtig ist.

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