Einheitlicher Ansprechpartner: Service des Handwerks steht
14.01.2010Ende Dezember ist in Baden-Württemberg das EU-Projekt "Einheitlicher Ansprechpartner" angelaufen. Das Handwerk des Landes hat seine Hausaufgaben gemacht: die acht Handwerkskammern stellen über ihre Starter-Center zentrale Lotsendienste für Unternehmen bereit.

Im Rahmen der EU-Dienstleistungsrichtlinie ist am 28. Dezember in Baden-Württemberg das Projekt "Einheitlicher Ansprechpartner" (EA) angelaufen. Zum Zwecke des Bürokratieabbaus bilden die Einheitlichen Ansprechpartner Anlauf- und Informationsstellen, über die Unternehmen aus dem In- und Ausland behördliche Verfahren zentral abwickeln können.

Durch eine intensive und erfolgreiche Lobby-Kampagne hat der Baden-Württembergischen Handwerkstag (BWHT) gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern sowie den Kammern der freien Berufe dafür gesorgt, dass die Kammern des Landes als EA auftreten. Was auch sehr wichtig war, denn die Kommunen, die auf Wunsch ebenfalls als EA fungieren können, bieten im Gegensatz zu den Kammern keinen flächendeckenden Service an: von den 44 Stadt- und Landkreisen sind derzeit nur 36 mit im Boot.

Im Falle des Handwerks bedeutet der Einheitliche Ansprechpartner, dass die acht baden-württembergischen Handwerkskammern über ihre Starter-Center Unternehmern und Existenzgründern im Handwerk umfassende Services zu behördlichen Verfahren anbieten. Diese werden um weitere dort angesiedelte Dienstleistungen und Kompetenzfelder ergänzt. In Summe erhalten Unternehmer konkrete Unterstützung bei Themen wie Existenzgründung, Recht, Versicherungen, Geschäftspläne, Markt- und Standortanalysen, Marketing, Rentabilität, Finanzierung Förderung, Bankgespräche, Um- und Abmeldungen, ...

Der BWHT hat auf seiner Homepage eine Seite mit Verweisen zu allen Starter-Centern im Land eingerichtet. Dort bietet man auch einen kammerübergreifenden Informationsflyer zum Download an:

BWHT-Website zum Einheitlichen Ansprechpartner

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