Erstes Bilanzgespräch zu Bildungspartnerschaften
24.03.2010In einem Bilanzgespräch mit Kultusministerin Schick wurden Weichen in Sachen Bildungspartnerschaften gestellt. Der Stuttgarter Kammerpräsident Reichhold legte den Standpunkt des Handwerks in einem Statement dar.

Am 22. März fand das erste Bilanzgespräch zum Thema Bildungspartnerschaften mit der neuen Kultusministerin Schick statt, in dem die Vereinbarungspartner ihren Schulterschluss bekräftigten. Zu Beginn des Treffens stellte das Kultusministerium die Ergebnisse einer aktuellen Abfrage zum Stand und Nutzen der Kooperationen bei den Schulen vor. Ergebnis: rund ein Drittel der Schulen weisen bereits eine Partnerschaft mit der Wirtschaft vor.

Im anschließenden Austausch beleuchtete Ministerin Schick Bildungspartnerschaften als ein in Zukunft immer wichtigeres Instrument an Schulen. In den Statements von Seiten der Industrie- und Handelskammer (IHK), des Baden-Württembergischen Handwerkstags (BWHT) und von der Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände wurden Bilanzen der bisherigen Aktivitäten gezogen sowie Anliegen für die Zukunft formuliert. Insbesondere die IHK verwies auf die noch nicht vermittelten Schulen und forderte eine Bestandsaufnahme mit anschließendem Matching.

Insgesamt einigten sich die Partner darauf, dass bis zum Jahresende zwei Drittel der Schulen mit einem Wirtschaftspartner kooperieren sollen. Der Stuttgarter Handwerkskammerpräsident Reichhold, der das Wort für den BWHT führte, brachte den Qualitätsaspekt in die Debatte ein, wonach nicht die Zahl der Partnerschaften zähle, sondern diese tragfähig, nachhaltig und längerfristig sein sollten.

Für das Handwerk lautet das erste Resümee: Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen haben zwar eine lange Tradition und eine stabile Basis, sind aber durchaus noch ausbaufähig. Das Handwerk setzt insbesondere auf Verbünde von Betrieben und Bildungsakademien, um auch bei Beteiligung kleiner Betriebe eine Kontinuität der Partnerschaften zu garantieren. Zudem wurde angebracht, dass das Handwerk bei Gymnasien meist vor verschlossenen Türen stehe. Im Anschluss an das Statement des BHWT sicherte Frau Schick ihre Dialogbereitschaft und Unterstützung zu. Beim Erstgespräch der Ministerin mit dem BWHT Ende März werden die mit Bildungspartnerschaften verbundenen Möglichkeiten ebenfalls ein Thema sein.

Statement des baden-württembergischen Handwerks

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