Fachkräftesicherung für das Handwerk von überragender Bedeutung
07.10.2011Auf ihrem jährlichen Forum haben die Volkswirte der deutschen Handwerkskammern dieses Jahr über Fachkräfte und Nachwuchssicherung diskutiert. Soll der Fachkräftebedarf künftig gedeckt werden, ist aufgrund zunehmender sektorieller Mobilität die traditionelle Über-Bedarf-Ausbildung wichtig.

Die Fachkräfte- und Nachwuchssicherung wird für das Handwerk in den nächsten Jahren zu einer der wichtigsten Herausforderungen. Dies ist vor allem bedingt durch das aufgrund der demografischen Entwicklung deutlich knapper werdende Angebot an Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt und durch die damit einhergehende verschärfte Konkurrenz der Unternehmen um qualifizierte Arbeitskräfte. Mit Wegen und Möglichkeiten, einem drohenden Fachkräftemangel wirksam zu begegnen, setzten sich die Volkswirte der Handwerkskammern auf ihrem traditionellen Volkswirteforum auseinander, das in diesem Jahr Ende September in Düsseldorf stattfand.

Die traditionelle Über-Bedarf-Ausbildung dürfte nach Ansicht der Kammervolkswirte auch künftig für das Handwerk von zentraler Bedeutung sein, um den Bedarf an Facharbeitskräften zu decken. Einer aktuellen Untersuchung des ifh Göttingen zufolge hat der Anteil von ehemals im Handwerk ausgebildeten Fachkräften, der in andere Wirtschaftsbereiche wie die Industrie abgewandert ist, in den letzten Jahren zwar zugenommen. Umgekehrt sind heute jedoch anteilsmäßig deutlich mehr Fachkräfte im
Handwerk beschäftigt, die ursprünglich außerhalb des Handwerks ausgebildet worden sind. Dies deutet darauf hin, dass die sektorale Mobilität von Facharbeitskräften für den Wirtschaftsbereich Handwerk keine Einbahnstraße mehr und die Attraktivität des Handwerks als Arbeitgeber gestiegen ist.

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