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Die südbadischen Banken sind von den dortigen Handwerksbetrieben derzeit nicht wohl gelitten: Rund die Hälfte der Teilnehmer einer Blitzumfrage der Handwerkskammer Freiburg gaben an, sich von ihrer Bank schlecht betreut und beraten zu fühlen. Am meisten beklagt werden Kreditvergabe und Zinspolitik, für 44 Prozent der Betriebe haben sich die Finanzierungsbedingungen verschlechtert. Dabei überwiegt der Eindruck, dass die Banken die deutlich gesunkenen Zinssätze der Europäischen Zentralbank nicht an ihre Kunden weitergeben. Die Hausbanken scheinen jegliches Risiko zu scheuen und verlangen von den Mittelständlern immer mehr Sicherheiten.
Johannes Burger, Geschäftsführer der Handwerkskammer Freiburg, zieht ein wenig erfreuliches Fazit: "Die Banken müssen sich gegenüber dem Handwerk und dem Mittelstand kooperativer zeigen". Die Blitzumfrage belege eindeutig, dass die Betriebe derzeit nicht so zügig an Gelder kommen würden, wie sie diese benötigten. "Die Banken sollten diese Signale ernst nehmen. Eine so restriktive Kreditvergabe kann dazu führen, dass der Mittelstandsmotor regelrecht abgewürgt wird", so Burger weiter.
Ein aus Sicht des baden-Württembergischen Handwerkstages bedenklicher Zustand, zumal der Kammerbezirk Freiburg kein Ausnahmefall zu sein scheint: im April hatte die Handwerkskammer Reutlingen in Folge ihrer Umfrage zur Wirtschaftskrise von vergleichbaren Kreditproblemen berichtet.




