© Dieter Schütz / PIXELIO
Lediglich 27 Prozent der Handwerker, die sich an der Umfrage beteiligt haben, nehmen Entlastungen wahr. Mit rund 66 Prozent berichtet die ganz große Mehrheit sogar von einer Steigerung der Bürokratielasten. Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle findet die schlechten Zensuren wenig überraschend: "Von den zahllosen Ankündigungen wird wenig umgesetzt, oft geht es einen Schritt vor, aber zwei zurück." Als aktuelles Beispiel nennt Möhrle die komplizierten Regelungen für die künftige Erhebung der Rundfunkgebühren bei den Betrieben. Anders als bei der Haushaltsabgabe ist hier der Bürokratie- und Überwachungsaufwand nicht zurückgegangen, sondern wird steigen. Auch Steuervereinfachungen seien dringend notwendig. Die Handwerksorganisation habe bereits 2009 konkrete Vorschläge vorgelegt. Möhrle: "Aber auch hier ist bisher außer Diskussionen noch kein konkretes Ergebnis zu verzeichnen."
Die Betriebe müssten sich auf ihre Produktivität konzentrieren, sagte Möhrle. Sie können ihre knappen Personalressourcen nicht weiter oder gar noch verstärkt in unproduktive bürokratische Zwangsarbeiten investieren. Der spürbare und nachhaltige Abbau von bürokratischen Regelungen sei eine unverzichtbare Voraussetzung für ein prosperierendes und wettbewerbsfähiges deutsches Handwerk. Möhrle kündigte an, dass die Handwerksorganisationen das Thema der Bürokratielasten zu einem der zentralen Themen im Landtagswahlkampf machen werden.
Ansprechpartnerin für Redaktionen:
Eva Hauser
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
(0711) 26 37 09-105
Ansprechpartner zum Thema:
Oskar Vogel
Hauptgeschäftsführer
(0711) 26 37 09-101


