Friseurpraktika in England: die Rundbürste bleibt zuhause
01.04.2010Andere Länder, andere Sitten – das gilt auch fürs Friseurhandwerk. Zwei Baden-Württemberg-Stipendiatinnen berichten von Ihren Erfahrungen in einem englischen Friseursalon.

Waschen, Schneiden und Fönen auf Englisch – warum nicht? In den letzten Jahren absolvierten mehrere Baden-Württemberg Stipendiaten ein Praktikum beim englischen Friseursalon Blaze in Leamington Spa. Dort gab es, wie Praktikantin Daniela zu berichten weiß, viel zu lernen: "Der Unterschied zu deutschen Friseursalons ist, dass bei Blaze Dienstleistungen wie Dauerwelle und Hochstecken nicht angeboten werden, auch mit einer Rundbüste wird grundsätzlich nicht gearbeitet. Dafür spezialisiert man sich auf eine Beratung, präzises Schneiden und die typgerechte Farbberatung und Farbdurchführung."

Was man bei Blaze von Chef persönlich beigebracht bekommt: An den sogenannten Modelltagen nimmt der sich Zeit, um seine Praktikanten und Auszubildenden beim Schneiden und Färben an Modellen anzuleiten und zu beraten. "Davon habe ich in meiner Ausbildung nur träumen können", gesteht Stipendiatin Kerstin. So gab es für die beiden Teilnehmerinnen des Baden-Württemberg-Stipendiums für Berufstätige trotz einer abgeschlossenen deutschen Friseurlehre in England noch einiges zu lernen. Wobei sie nicht nur in den Bereichen Beratung, Schnitt und Farbe profitierten, sondern durch täglichen Kundenkontakt auch ihre Englischkenntnisse deutlich verbessern konnten.

Auch in diesem Jahr bietet Blaze wieder Praktikumsplätze für interessierte Friseure und Friseurinnen aus Deutschland an an. Wer sich für eine Bewerbung im Rahmen des Baden-Württemberg-Stipendiums für Berufstätige interessiert, sollte sich mit der Ansprechpartnerin beim Baden-Württembergischen Handwerkstag in Verbindung setzen.

Website von Blaze

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