Die Einnahmen oder Erlöse der Elektrizitätsversorgungsunternehmen aus der Stromabgabe an Endverbraucher in Baden-Württemberg sind im Jahr 2008 um 6 Prozent gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamts lag der Erlös je Kilowattstunde im Durchschnitt bei 11,77 Cent und war damit so hoch wie nie zuvor. Die Tarif- und Vertragsregelungen sind je nach Bedarf unterschiedlich. So erlösten die Stromversorger bei den Tarifabnehmern (Haushalte und Kleinstverbraucher) im Durchschnitt 16,33 Cent für eine Kilowattstunde Strom, 4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Von den Sondervertragskunden erhielten die Elektrizitätsversorger im Durchschnitt 9,44 Cent pro Kilowattstunde. Gegenüber 2007 entspricht dies einem Plus von 9 Prozent.
Seit der Liberalisierung des Strommarkts im Jahr 1998 ist der Durchschnittserlös bei Sondervertragskunden um 21 Prozent, bei Tarifkunden hingegen um 31 Prozent gestiegen. Die Betrachtung über die Zeit verdeutlicht, dass die Liberalisierung zunächst für beide Abnehmergruppen niedrigere Preisen zur Folge hatte. In den letzten 4 bis 5 Jahren setzte jedoch wieder eine anhaltende Preiserhöhung ein, die sowohl auf politische Weichenstellungen – wie beispielsweise die sukzessive Anhebung der Stromsteuer – als auch auf Netznutzungsgebühren und die Entwicklung der Großhandelspreise zurückzuführen sein dürfte.
Der Stromabsatz von Elektrizitätsversorgungsunternehmen an Endverbraucher in Baden-Württemberg lag im Jahr 2008 mit insgesamt 71 Milliarden Kilowattstunden nur knapp (-0,6 Prozent) unter dem Vorjahreswert. Die Unternehmen im Bergbau und Verarbeitenden Gewerbe waren mit 44 Prozent der größte Stromabnehmer. Der übrige Stromabsatz verteilt sich zu etwa gleichen Teilen (jeweils etwa 28 Prozent) auf die privaten Haushalte und die sonstigen Abnehmer wie zum Beispiel öffentliche Einrichtungen, Handel und Gewerbe.




