ESC EnergieSparCheck-Forum auf Landesenergiemesse CEP
17.02.2010Über alle Fragen rund um das Erneuerbare-Wärme-Gesetz BW informiert der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) am 27. Februar im Rahmen des EnergieSparCheck-Forums auf der Clean Energy & Passivehouse (CEP) in Stuttgart.

Seit dem 1. Januar 2010 gilt das Erneuerbare-Wärme-Gesetz BW nicht mehr ausschließlich für Neubauten sondern jetzt auch für den Gebäudebestand. Wer seine Heizungsanlage austauscht, muss mindestens zehn Prozent der Wärme aus erneuerbaren Energien gewinnen. "Das stellt Fachhandwerk, Energieberater, Bauwirtschaft und Hausbesitzer vor neue Herausforderungen", betont Hartmut Richter, Geschäftsführer im Baden-Württembergischen Handwerkstag. Zentrales Thema des ESC EnergieSparCheck-Forums ist deshalb in diesem Jahr die energetische Sanierung von Altbauten.

Der Altbaubereich wird gemeinhin als schlafender Riese bezeichnet, wenn es darum geht, Minderungspotenziale für den Energieverbrauch und den Klimagasausstoß zu erschließen. Denn die Wärmeversorgung von Gebäuden schluckt fast die Hälfte der Primärenergie, die in Deutschland verbraucht wird. Aber es wird noch zu wenig getan, um den schlafenden Riesen zu wecken. Allein in Baden-Württemberg wurden im vergangenen Jahr nur etwa zwei Prozent der Bestandsbauten energetisch auf den neuesten Stand gebracht, noch immer gibt es einen Modernisierungsstau in den Heizungskellern.

Der Beratungsbedarf der Hauseigentümer steigt durch die gesetzlichen Neuerungen erheblich. Hier kommt dem Handwerk eine bedeutende Rolle zu. Die wärmetechnische Optimierung von Häusern ist dem Handwerk auf den Leib geschneidert, sei es bei der Beratung oder bei der Umsetzung energieeffizienter Lösungen für den Hausgebrauch. Der Schornsteinfeger, der im Heizungskeller eine uralte Anlage entdeckt, wird den Hauseigentümer darauf hinweisen, dass ein Austausch ansteht. Im Falle eines Heizungswechsels kann ein Heizungsfachmann dem Hausbesitzer Tipps bei der Auswahl des Energieträgers und des passenden Kessels geben. Für die individuelle Beratung, welche energiebezogenen Verbesserungen für das Gebäude noch infrage kommen, ist der Gebäudeenergieberater da. Er berät umfassend und hilft, die richtige Strategie für eine energetische Aufwertung des Wohnhauses zu finden.

Auf dem Forum, das um 9.30 Uhr beginnt, stellen 13 Referenten die gesetzlichen Grundlagen, die Vielfalt technischer Möglichkeiten, Finanzierungswege und Beispiele aus der Praxis vor. Tipps, welche Maßnahmen sinnvoll sind und wie ein schlüssiges Sanierungskonzept aussehen könnte, geben erfahrene Gebäudeenergieberater.
Die CEP öffnet vom 25. bis 27. Februar ihre Tore. Sie bietet die Kombination der Bereiche Erneuerbare Energien und Passivhaus. 200 Aussteller präsentieren moderne Lösungen, angefangen bei Solarthermie, Photovoltaik, Kraft-Wärme-Kopplung über Wärmedämmung bis hin zu Fertighäusern in Passivhaus-Bauweise.

Für Energieberater gibt es Messe-Freikarten beim Handwerkstag:
 
Anja Bohner
(0711) 26 37 09-108
abohner@handwerk-bw.de

Ansprechpartnerin für Redaktionen:
Eva Hauser
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
(0711) 26 37 09-105

Ansprechpartnerin zum Thema:
Kathleen Spilok
Abteilung Umwelt
(0711) 26 37 09-106

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