Das Projekt Eurolevel startete 2008 als eines von zehn bundesweiten Pilotprojekten der DECVET-Initiative. Ziel der Initiative ist es, ein System zur Erfassung der erworbenen beruflichen Handlungskompetenzen in der beruflichen Bildung zu entwickeln und zu erproben. Dies erfolgt an verschiedenen Schnittstellen innerhalb der beruflichen Bildung, zum Beispiel zwischen Aus- und Weiterbildung oder zwischen verschiedenen Ausbildungssystemen. Zunächst wird bundesweit getestet, inwieweit ein derartiges System umsetzbar und nutzbringend ist.
Auftrag des mittlerweile bis März 2012 verlängerten Projekts ist es, unter Beachtung des Berufsprinzips ein Verfahren zu entwickeln, das berufliche Handlungskompetenzen in einem Leistungspunktesystem abbildet und es erlaubt, Lernergebnisse zwischen dualer und vollschulischer Berufsausbildung zu übertragen und anzurechnen. Hierzu werden auf Grundlage der Ordnungsmittel einzelne Lerneinheiten definiert. In einem weiteren Teil geht es darum, die ganzheitliche berufliche Handlungskompetenz messbar zu machen. Das Instrument zur Kompetenzfeststellung und das Leistungspunktesystem werden in der Berufsschule sowie in Betrieben auf ihre Praxistauglichkeit hin erprobt.
Träger des Projekts Eurolevel sind der Handwerkstag Baden-Württemberg, der Industrie- und Handelskammertag Baden-Württemberg und das Kultusministerium. Das Projekt wird im Bereich des Handwerks am Beispiel des Ausbildungsberufs Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik durchgeführt. Die IHK hat den Ausbildungsberuf Kauffrau/ Kaufmann im Groß- und Außenhandel gewählt.



