Start Mobilitätszentrale
03.07.2008Zum Juli startete das neue Serviceangebot der „Mobilitätszentrale“, einem ESF-geförderten Gemeinschaftsprojekt des Baden-Württembergischen Handwerkstags, des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag und der Südwestmetall e.V.

Die Mobilitätszentrale wird eine zentrale Anlaufstelle für Auszubildende sein, die ein Auslandspraktikum während ihrer Ausbildung absolvieren wollen und für Unternehmen, die ihre Auszubildenden für ein Praktikum ins Ausland entsenden möchten.

Das Projekt Mobilitätszentrale hat sich zum Ziel gesetzt, die Internationalisierung der beruflichen Ausbildung in Baden-Württemberg zu fördern. Die Anzahl der Auszubildenden – insbesondere aus klein- und mittelständischen Betrieben –, die während ihrer Erstausbildung einen Auslandsaufenthalt absolvieren, soll dadurch erhöht werden.

Mobilität für Auszubildende in Europa´

Die Bedeutung der internationalen Mobilität während der beruflichen Bildung wurde durch das 2005 novellierte Berufsbildungsgesetz erheblich gestärkt. Demnach können Ausbildungsabschnitte im Ausland als gleichwertiger integrierter Teil einer Berufsausbildung im dualen System anerkannt werden. Der Auslandsaufenthalt, der sich bis zu einem Viertel der festgelegten Ausbildungszeit erstrecken kann, wird rechtlich als Teil der Berufsausbildung behandelt und bedeutet demzufolge keine Unterbrechung des Ausbildungsverhältnisses.

Auslandserfahrung als Wettbewerbsvorteil

Solch ein Auslandsaufenthalt bietet Auszubildenden die Möglichkeit landesspezifische Berufstechniken kennenzulernen sowie bereits vorhandener Fertigkeiten in einem anderen Arbeitsumfeld anzuwenden. Die Teilnehmenden erwerben durch ein Auslandspraktikum die Fähigkeit, interkulturelle Situationen in der Arbeitswelt erfolgreich zu bewältigen und ihre Fremdsprachenkompetenz, insbesondere durch den Erwerb von berufsbezogenen Fachbegriffen und der branchentypischen Berufssprache, zu erweitern.

Die neuen Erfahrungen und erweiterten Fachkompetenzen kommen wiederum dem Ausbildungsbetrieb zugute, da der bzw. die Auszubildende neben Kontakten zu ausländischen Partnern vor allem wertvolle berufspraktische Kenntnisse und Kompetenzen ins Unternehmen einbringt. Die Mobilitätszentrale sensibilisiert die Betriebe für die Bedeutung von Auslandsaufenthalten während der Erstausbildung und den Mehrwert für das Unternehmen.

Dadurch gewinnt das duale Ausbildungssystem an Attraktivität und angehende Fachkräfte werden auf die Anforderungen am europäischen Arbeitsmarkt vorbereitet.

Angebot der Mobilitätszentrale

Die Zentrale bietet ein kontinuierliches Beratungsangebot zu

- Nutzen von Auslandspraktika
- Hinweisen zu Förderprogrammen
- Antrags- und Fördermodalitäten
- Beratung und Begleitung in der Antragstellung
- sowie der Vorbereitung, Begleitung und Nachbereitung von  Auslandsaufenthalten

Das Beratungsangebot wird bedarfsorientiert sowohl in den jeweiligen Niederlassungen der Mobilitätszentrale als auch landesweit im Rahmen von Informationsveranstaltungen durchgeführt.

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