Strukturbericht  04.10.2017

Themen sind benannt, Taten müssen folgen

Der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) lobt das ausführliche Gutachten, das die Landesregierung zur baden-württembergischen Wirtschaft in Auftrag gegeben hat. Viele wichtige Themen seien angesprochen. "Das ist schon mal die halbe Miete", sagte BWHT-Hauptgeschäftsführer Oskar Vogel. Nun müssten den Worten auch Taten folgen.


Das Handwerk ist Teil vieler Wertschöpfungsketten. Insofern profitiere die Branche, so Vogel, von einem starken produzierenden Gewerbe und umgekehrt das produzierende Gewerbe von einem starken Handwerk. Die Veröffentlichung des Gutachtens sei ein positives Zeichen dafür, dass die Landesregierung die Handlungsfelder Innovation, Digitalisierung, Fachkräfte, Außenhandel, die gerade auch für das Handwerk von zentraler Bedeutung seien, im Blick habe.

Im Bereich der Digitalisierung, betonte Vogel, hebe das Gutachten den hohen Stellenwert des Breitband- und Mobilfunkausbaus hervor. Zwar habe die Landesregierung mit Ihrer Förderung für Kommunen und Landkreise schon viel getan, aber es gebe durchaus noch Handlungsbedarf. Der Breitbandausbau müsse künftig koordiniert und flächenendeckend realisiert werden. Hier seien Signale nach Berlin und Brüssel dringend nötig. Auch das Handwerk teile die Befürchtung, dass gerade kleine Unternehmen bei der Innovation zurückfallen könnten. Vogel: "In der derzeit guten konjunkturellen Lage sind die Betriebe mit dem Tagesgeschäft ausgelastet und blicken nicht in die Zukunft." Allerdings dürfe eine kleinbetriebliche Innovationsförderung nicht nur die Unterstützung von Start-ups und Hochschul-Ausgründungen im Blick haben. Innovation findet auch in traditionellen Bereichen wie dem Handwerk statt.

Zusammenfassung des Gutachtens