Krankenstand im Handwerk: Trend setzt sich fort
26.08.2010Der Krankenstand bei Versicherten der IKK classic blieb im ersten Halbjahr 2010 mit 4,3 Prozent konstant. Allerdings nahmen psychische Erkrankungen sowie Muskel- und Skelettkrankheiten weiter zu und trugen zu höheren Langzeiterkrankungswerten bei.
© Jetti Kuhlemann / <a href="http://www.pixelio.de" target="_blank">PIXELIO</a>

© Jetti Kuhlemann / PIXELIO

Bei einem unveränderten Krankenstand von 4,3 Prozent setzten sich die Trends der vergangenen Jahre in der Gesundheitssituation des Handwerks auch im ersten Halbjahr 2010 fort: Psychische Erkrankungen und Muskel- und Skelettkrankheiten sind weiter auf dem Vormarsch. Dadurch nimmt auch die Zahl der Langzeiterkrankungen (über 42 Tage) zu. Durchschnittlich fehlte ein kranker IKK-Versicherter in Baden-Württemberg und Hessen im ersten Halbjahr 2010 15,8 Tage – über einen Tag länger als 2006, dem Jahr des historisch geringsten Krankenstands.

Muskel- und Skeletterkrankungen – und darunter insbesondere Rückenbeschwerden - sind nach den Auswertungen der IKK classic die Ursache von 27,7 Prozent der Krankheitstage – mit steigender Tendenz, wie Albrecht Mayer, Vorstandsmitglied der IKK classic, prognostiziert. Denn diese Krankheitsformen betreffen überdurchschnittlich viele ältere Arbeitnehmer: Bei den 50- bis 59-jährigen machen sie rund ein Drittel und bei den über 59-jährigen 41 Prozent aller Fehltage aus. Mit dem demographischen Wandel werden diese Altersgruppen in den kommenden Jahren auch im Handwerk in Baden-Württemberg und Hessen immer größer.

Mayer sieht zwei Ansatzpunkte, um diese Situation zu bewältigen: das betriebliche Gesundheitsmanagement und die individuelle Vorsorge der einzelnen Beschäftigten. In beiden Bereichen bietet die IKK classic vielfältige Möglichkeiten – von der Arbeitsplatzanalyse im Betrieb bis hin zu individuellen Trainings zu Stressbewältigung, Ausgleichssport oder Ernährung. IKK-Versicherte werden im Rahmen des Bonusprogramms der IKK classic für ihr gesundheitsbewusstes Verhalten zusätzlich belohnt.

Krankheitsursachen Nummer zwei und drei nach den Muskel- und Skeletterkrankungen sind im Handwerk Verletzungen und Vergiftungen mit 17,6 Prozent und Krankheiten der Atmungsorgane mit 13,1 Prozent. Auf Platz vier liegen die im langjährigen Vergleich kontinuierlich ansteigenden psychischen Erkrankungen mit 7,4 Prozent.

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