Gemeinsam mit 33 Handwerkskammern hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) eine Umfrage zum Thema "Energieeinsparungen im Handwerk" durchgeführt. Ziel war es, herauszufinden, ob Handwerksbetriebe energiesparende Maßnahmen im Betrieb umgesetzt haben und was sie dazu motivierte. Ferner wurde erfragt, ob vor dem Hintergrund der jüngsten Energiepreissteigerungen Einsparmaßnahmen geplant sind, wie hoch die Einsparpotenziale im Betrieb eingeschätzt werden und welche Hemmnisse einer Realisierung im Wege stehen. Ebenso interessierte es die Fragesteller, ob Fördermöglichkeiten wie der Sonderfonds Energieeffizienz für KMU bei den Betrieben bekannt sind.
An der Umfrage nahmen rund 10.200 Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet mit knapp 200.000 Beschäftigten teil. Nachdem es bislang nur Schätzungen bezüglich des Bewusstseins für Einsparungspotenziale im Energiebereich gab, liegt nun erstmals ein repräsentatives Bild der entsprechenden Aktivitäten von Handwerksbetrieben vor. Ein paar ausgewählte Resultate:
- 62,9 Prozent der Hanswerksbetriebe haben in den letzten Jahren Energie einsparende Maßnahmen umgesetzt. Wobei es nicht nur bei günstigen Maßnahmen blieb – auch mit hohen Kosten verbundene Investitionen wurden getätigt.
- Hauptmotiv für die Umsetzung Energie einsparender Maßnahmen waren mit weitem Abstand Kostensenkungen zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit sowie die Vermeidung von Ertragseinbußen.
- Auch das Thema Erneuerbare Energien und Kraft-Wärme-Kopplung sind im Handwerk angekommen: 17,7 Prozent der Betriebe nutzen diese Möglichkeit der Energiegewinnung.
- Aktuell beschäftigen sich 54,6 Prozent mit der Frage, wie sie im Betrieb Energie einsparen können. Immerhin 47 Prozent der Inhaber schätzen die Einsparpotenziale auf über zehn Prozent.
Die Betriebe wollen also Energie einsparen, obgleich der Realisierung zahlreiche Hemmnisse entgegenstehen. Insbesondere werden fehlende Finanzmittel genannt (41,6 Prozent). Die Umfrage hat aber auch gezeigt, dass viele Handwerksbetriebe die finanzielle Hürde überspringen könnten, wären ihnen die bestehenden Fördermöglichkeiten besser bekannt. Für die Handwerksorganisationen und Fördermittelgeber gilt es hier anzusetzen und vor allem die kleinen und Kleinstbetriebe besser zu unterstützen und zu informieren.
Die ausführliche Auswertung der Umfrage findet sich auf den Internetseiten des ZDH:
Energieeinsparungen im Handwerk – Auswertung der ZDH-Umfrage







