Der Ausschuss für Finanzen und Wirtschaft des baden-württembergischen Landtags wird am 1. März über EU-Vorschläge zur Reform des Europäischen Vergaberechts informiert. Eine entsprechende Mitteilung des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft liegt vor:
Im Großen und Ganzen geht es darum, dass die EU elektronische Vergabeverfahren voranbringen will, ohne dass kleine und mittlere Unternehmen dabei auf der Strecke bleiben. Der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) hat kürzlich zu dieser Thematik eine Stellungnahme an den Zentralverband des Deutschen Handwerks geschickt, der in dieser Angelegenheit die Belange des Handwerks gegenüber der Politik vertritt. Obwohl man der elektronischen Vergabe grundsätzlich positiv gegenüber steht, hält man die Vorschläge der EU für nur bedingt realistisch. Das Fazit des Schreibens lautet:
"Insgesamt zeigt der Richtlinienentwurf gute Ansätze zur besseren Einbindung von kleinen und mittleren Unternehmen. Wenn jedoch als Ziel der Richtlinie die Verbesserung des Marktzugangs für kleine und mittlere Unternehmen ausgerufen wird, hätten wir uns mehr erwartet. So eilt der Wunsch der EU nach einer flächendeckenden Einführung der elektronischen Vergabe der Realität in den meisten kleinen Betrieben voraus."




