Brücke ins Handwerk: Sommerkollegs starten
25.05.2011Das Förderprogramm Azubi Starthilfe will nicht-ausbildungsreifen Hauptschulabgängern in Sommerkollegs das nötige Rüstzeug für eine duale Berufsausbildung vermitteln. Von den mit insgesamt 625.000 Euro geförderten Projekten stammen auch einige aus dem Handwerk.
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© S. Hofschlaeger / PIXELIO

Die von der Landesregierung im Rahmen der Initiative "Brücke ins Handwerk" in Aussicht gestellten Sommerkollegs kommen in Gang: Wie Wirtschafts- und Finanzminister Nils Schmid mitteilte, fördert das Land Baden-Württemberg 28 Projekte zur Verbesserung der Ausbildungsreife mit insgesamt 625.000 Euro. Ziel des Förderprojekts "Azubi Starthilfe - Sommerkolleg zur Verbesserung der Ausbildungsreife" ist es, schwächere Hauptschulabgänger zu unterstützen und anschließend in die berufliche Ausbildung zu vermitteln. Neben Nachhilfe in Deutsch und Mathematik erhalten die teilnehmenden Jugendlichen die Möglichkeit, sich auf verschiedenen Berufsfeldern praktisch zu erproben. Freizeitaktivitäten, individuelle Hilfestellungen sowie ein Bewerbertraining runden die zwei- bis dreiwöchigen Sommerkollegs ab.

Aus dem Handwerk sind Projekte der Kammern Mannheim, Freiburg und Karlsruhe sowie den Bildungsakademien Ulm und Konstanz beteiligt. Weiter gibt es Kollegs der Berufsförderungsgesellschaft des Stuckateurhandwerks und des Berufsförderungswerks der südbadischen Bauwirtschaft. Dr. Stefan Baron, Abteilungsleiter Bildungspolitik beim Baden-Württembergischen Handwerkstag interpretiert die Sommerkollegs als einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung: "Ziel der Initiative "Brücke ins Handwerk" ist es ja, möglichst vielen Jugendlichen den Weg ins Handwerk zu ebenen - selbst wenn diese die Schule nicht ausbildungsreif verlassen. Wir sind zuversichtlich, dass die Sommerkollegs diesen Jugendlichen den nötigen Schub vermitteln und sie für eine Lehre im Handwerk qualifizieren."

Entscheidend für den Erfolg der Sommerkollegs ist aber freilich, dass die betroffenen Jugendlichen auch tatsächlich teilnehmen. Aus Sicht des Handwerks ist dazu die rasche Einführung der zusätzlichen Kompetenzanalyse in Klasse neun geboten - sie wäre der ideale Anknüpfungspunkt, um die für Sommerkollegs in Frage kommenden Jugendlichen gezielt anzusprechen.

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