Förderprogramm: türkische Jugendliche in Ausbildung bringen
03.08.2009Um mehr türkischen Jugendlichen Ausbildungsplätze zu vermitteln, sollen Berufswerber deren Eltern gezielt ansprechen. Das Wirtschaftsministerium fördert nun entsprechende Projekte mit dem Programm "Azubi statt ungelernt".

Acht Prozent der 30- bis 35-jährigen Deutschen in Baden-Württemberg haben keine Berufsausbildung - bei gleichaltrigen Ausländern hingegen liegt die Quote 43 Prozent. Der Grund: der Übergang von der Schule zur Ausbildung fällt ausländischen Jugendlichen deutlich schwerer. Die Folge: die Quote an Erwerbslosen ist bei Migranten doppelt so hoch wie bei Erwerbspersonen ohne Migrationshintergrund.

Ein Missstand, dem das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg nun mit dem Förderprogramm "Azubi statt ungelernt - mehr türkische Jugendliche ausbilden" Abhilfe schaffen möchte. Gesucht werden Berufswerber mit türkischer Muttersprache, Genderkompetenz und guten Kenntnissen des deutschen Bildungssystems. Sie sollen türkische Eltern gezielt ansprechen und über das Berufsbildungssystem sowie die Bandbreite an Berufen informieren.

Das Projekt konzentriert sich auf türkische Jugendliche und Eltern, weil Türken die größte Gruppe unter den Ausländern bilden. Für Projekte im Zeitraum 2010 bis 2012 stehen Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) sowie Landesmittel in Höhe von 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Anträge von Personen oder Institutionen nimmt die L-Bank in Karlsruhe bis zum 30. September entgegen. Weitere Informationen zum Programm sowie Antragsunterlagen finden sich auf der Seite

Europäischer Sozialfonds in Baden-Württemberg

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