Das vom Bund getragene Förderprogramm "Altersgerecht Umbauen" hat seit April 2009 barrierereduzierende Maßnahmen an mehr als 60.000 Wohneinheiten finanziert und praktikable Standards für die Barrierereduzierung im Wohnungsbestand definiert. Die im Rahmen des Konjunkturpakets I über Darlehen und Investitionszuschüsse statfindende Förderung läuft zum Jahresende aus, ab 2012 sind im Bundeshaushalt keine weiteren Fördermittel vorgesehen.
Da aufgrund der demografischen Entwicklung weiterhin erhebliche Investitionen in die Anpassung von Wohnungsbestand und Wohnumfeld erforderlich sind, führt die KfW-Bank das Programm zu veränderten Konditionen ab 2012 in Eigenregie fort. Allerdings wird die KfW die bisherige Verbilligungsleistung des Bundes lediglich teilweise kompensieren können. Ferner sind keine Investitionszuschüsse, sondern nur noch Förderdarlehen vorgesehen.
Beim Baden-Württembergischen Handwerkstag (BWHT) sieht man die Entwicklung mit einem lachenden und einem weinenden Auge: "Es steht außer Frage, dass das Förderprogramm dem Handwerk in die Auftragsbücher gespielt hat. Wir bedauern daher, dass ein altersgerechter Umbau ab 2012 weniger attraktiv sein wird, begrüßen jedoch, dass die KfW-Bank in die Bresche springt und die Förderung grundsätzlich am Leben erhält," kommentiert Stefan Schütze, BWHT-Abteilungsleiter Wirtschaftspolitik und Statistik.








