Im alljährlich von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft herausgegebenen Bildungsmonitor belegt Baden-Württemberg im bundesweiten Vergleich der Bildungssysteme so wie bereits im Vorjahr den dritten Platz. Eine Stärke liegt weiterhin im Bereich der beruflichen Bildung, auch wenn das Land dort um einen Platz auf den zweiten Rang abgerutscht ist. Insgesamt gilt, dass der positive Trend der Reformen in den Bildungsländern seit dem ersten Bildungsmonitor von 2004 weiter anhält, Fortschritte in den meisten Bundesländern aber moderater ausfallen als in den Vorjahren.
Ein zentrales Thema des Bildungsmonitor 2010 ist die so genannte "Demografische Rendite": rückläufige Schülerzahlen bieten die Möglichkeit, allein im Jahr 2020 rund 8,8 Milliarden Euro innerhalb des Bildungssystems umzuschichten. Was bedeutet, dass wichtige bildungspolitische Ziele trotz Haushaltskonsolidierung angepackt und unterstützt werden können. Das Handwerk mit seinen Nachwuchsproblemen sieht vor dem Hintergrund der mangelnden Ausbildungsreife vieler Bewerber vor allem in folgenden Aufgabengebieten Handlungsbedarf:
- Sprachförderung
- individuelle Förderung über die gesamte Schulzeit
- Ausbau der Ganztagesschule
- verbindliche Berufsorientierung an allen Schulformen
- deutliche Verbesserung der Lehrkräfte-Schüler-Quote an beruflichen Schulen
- finanzielle Unterstützung für wohnort- oder betriebsfern unterrichtete Berufsschüler
- Ausbau von Zusatzangeboten in der Ausbildung
Der vollständige Studienbericht sowie eine Kurzfassung können heruntergeladen werden von einer Website der





