Handwerk will Konjunkturpakete umsetzen
23.01.2009Das Handwerk in Baden-Württemberg sieht sich gut gewappnet für die Umsetzung der Konjunkturpakete von Bund und Land. Voraussetzung ist allerdings die Schaffung mittelstandsfreundlicher Vergabeverfahren.

Im Dialog mit der Landesregierung hat der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) deutlich gemacht, dass die Handwerksbetriebe im Land in der Lage und gewillt sind, die durch Konjunkturprogramme von Bund und Land gesetzten Impulse aufzugreifen, sich um Aufträge zu bewerben und diese auch zeitnah umzusetzen. Die zum Teil in der Presse geäußerten Bedenken, die in den Programmen enthaltenen Auftragsvolumina könnten die Kapazität des handwerklichen Baugewerbes überfordern, sind nach Auffassung des BWHT aus der Luft gegriffen.

Damit das Handwerk aber auch faktisch partizipieren kann, hat der Handwerkstag die Landesregierung aufgefordert, Projekte frühzeitig auf den Markt zu bringen und bewusst handwerks- und mittelstandsfreundliche Vergabeverfahren zu wählen: Vergaben an Generalunternehmer müssen unterbleiben und die einzelnen Projekte in Fach- und Teillose unterteilt werden. Ferner sollten Land und Kommunen in Baden-Württemberg der Aufforderung der Bundesregierung folgen und für die Umsetzung der Investitionsvorhaben aus den Konjunkturpaketen die Vergabewertgrenzen für freihändige Vergaben auf 100.000 Euro und für beschränkte Ausschreibungen auf 1 Million Euro anzuheben.

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