Bund und Land setzen in ihrem Konjunkturprogramm einen Schwerpunkt auf Investitionen im Bildungssektor. Der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) begrüßt dies, macht jedoch gleichzeitig klar, dass Bildung nicht nur an allgemeinbildenden Schulen und Universitäten, sondern auch in den Betrieben und überbetrieblichen Bildungsstätten des Handwerks stattfindet. Um rasch positive Effekte für den Arbeitsmarkt zu erzielen und einen von der Fachkompetenz Deutschlands getragenen Aufschwung einzuleiten, muss in erster Linie bei der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften angesetzt werden.
Ein konkretes Ziel auf diesem Weg ist es, die Bildungsstätten des Handwerks möglichst schnell mit der notwendigen Anlagentechnik auszustatten. Hier besteht ein seit Jahren angewachsener Stau an baulichen und technischen Investitionen: einer Blitzerhebung des BWHT zufolge sind bei den Handwerkskammern in Baden-Württemberg derzeit Projekte im Umfang von rund 35 Millionen umsetzungsreif. Landeshandwerkspräsident Möhrle hat in diesem Zusammenhang Ministerpräsident Oettinger aufgefordert, im Konjunkturpaket des Landes mindestens 10 Millionen Euro für Ergänzungen und Erneuerungen in den Bildungsstätten der Handwerksorganisationen vorzusehen. Da die Umsetzung der meisten Projekte noch im Jahr 2009 möglich wäre, befindet sich der BWHT in engem Kontakt mit der Landesregierung.





