Vor dem Hintergrund aktueller wirtschaftlicher Entwicklungen wird die Krisenberatung zunehmend bedeutsam. Derzeit hält das Land Baden-Württemberg zwar eine lange Reihe an Zuschüssen und Förderungen vor, ein Instrument zur unternehmerischen Krisenbewältigung befindet sich jedoch nicht darunter. Seit Ende 2007 mit dem Auslaufen des Themenbereichs "Abwehr einer Krisensituation" im Coachingprogramm des Landes ist die Krisenberatung ein brach liegendes Feld. Der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) hat daher immer wieder ein entsprechendes Programm gefordert, das vor allen Dingen rasche Reaktionen ermöglichen soll.
Auf Initiative von FDP/DVP haben die Fraktionen von CDU und FDP nunmehr beschlossen, ein Sonderprogramm für die Beratung kleinerer und mittlerer Unternehmen in Krisensituationen in den Haushalt 2009 einzustellen. Das Programm will die Beratung zur Abwehr von Krisen mit Zuschüssen in Höhe von insgesamt 550.000 Euro fördern und soll nach Aussage der FDP-Landtagsfraktion im ersten Quartal 2009 aufgelegt werden.
Der BWHT weist darauf hin, dass Betriebe in Krisensituationen die Unterstützung durch die Beratungsdienste der Handwerkskammern und Verbände in Anspruch nehmen können - insbesondere wenn es um die Verlängerung einer Kreditlinie mit der Hausbank geht. Im Bedarfsfall besteht auch die Möglichkeit, über die BWHM GmbH einen bezuschussten freiberuflichen Unternehmensberater zu engagieren.





