Das Land dürfe mit seinen Anstrengungen, die Ausbildungsreife der Schulabgänger zu verbessern, nicht nachlassen, forderte Häcker. Förderinstrumente wie ausbildungsbegleitende Hilfen oder das Modellprojekt des Berufseinstiegsbegleiters müssten weiter ausgebaut werden. Die stark heterogenen Klassen an den Berufsschulen müssten verkleinert werden, um eine individuelle Förderung zu ermöglichen. Sorge bereite dem Handwerk zudem, dass immer mehr junge Menschen den Weg in die berufliche Vollzeitschule wählen. Der hohe Stellenwert und die Chancen einer dualen Ausbildung seien zu wenig bekannt. Dies zu verbessern, daran arbeite das Handwerk auch selbst mit Angeboten wie Zusatzqualifikationen, Auslandsaufenthalten und guten Berufsperspektiven. Häcker: "Wir bauen außerdem auf die bundesweite Imagekampagne des Handwerks, die unter anderem für die Vielfalt der rund 120 Ausbildungsberufe der Branche wirbt."
Das Handwerk anerkenne und begrüße vor allen Dingen die Gleichstellung der Meisterausbildung mit dem Abitur und die Öffnung des Hochschulzugangs. Dies stärke die Attraktivität der beruflichen Ausbildung, sei allerdings erst die halbe Miete: "Was wir jetzt noch brauchen sind zum Beispiel berufsbegleitende Studiengänge, die unsere Meister auch tatsächlich nutzen können."
Vor dem Hintergrund von 3,5 Prozent weniger Schulabgängern rechnet der Handwerkstag für 2010 mit einem leichten Minus der Ausbildungsverträge. Aktuell bildet das baden-württembergische Handwerk 58.300 junge Menschen in einem Handwerksberuf aus.
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