
© Rainer Sturm / PIXELIO
Der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) sieht sich mit seiner Position auf einer Linie mit Umweltministerin Tanja Gönner, die den Vorschlag des BWIHK-Präsidenten Bechtold als "rückwärts gewandt" bezeichnet hatte. Möhrle betonte, er vermisse eine deutliche Aussage zu einem befristeten Weiterbetrieb von Atomkraftwerken und einer konsequenten Umschichtung der dabei entstehenden zusätzlichen Profite in die Erforschung und Förderung erneuerbarer Energien sowie energieeffizienter Anwendungsmethoden.
Wer nur fordere, die Implementationsförderung zu streichen und diese Finanzierungsmittel stattdessen in die Energieforschung zu investieren, müsse außerdem ein klares Konzept auf den Tisch legen, wie und wo dies passieren solle. Möhrle: "Wir laufen sonst Gefahr, dass einerseits Fördermittel für die Markterschließung ersatzlos gestrichen werden, ohne das sichergestellt ist, dass diese Mittel an anderer Stelle effizienter für eine zukunftsorientierte Energiepolitik eingesetzt werden."
Zudem zeige die Erfahrung, dass bei abrupten Ausstiegen aus Förderszenarien meist das Kind mit dem Bade ausgeschüttet werde, erklärte Möhrle. Hier werde Vertrauen zerstört, das sich deutlich über das betroffene Subventionsgebiet hinaus auswirke. Der Handwerkstag halte deshalb den Ansatz der Bundesregierung für richtig, einen solchen Ausstieg in Form einer schrittweisen Reduzierung bei gleichzeitigem Aufbau neuer Förderungsfelder zu vollziehen. Möhrle äußerte zudem sein Erstaunen über die Stellungnahme des IHK-Präsidenten zu einem Thema, das vor allen Dingen die im Bereich Fotovoltaik tätigen Handwerksbetriebe angehe.
Ansprechpartnerin für Redaktionen:
Eva Hauser
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
(0711) 26 37 09-105
Ansprechpartner zum Thema:
Dr. Hartmut Richter
Hauptgeschäftsführer
(0711) 26 37 09-0






