"Das Programm ist passgenau abgestimmt auf die Belange mittlerer und kleiner Handwerksbetriebe, die umweltfreundlicher wirtschaften und dabei gleichzeitig Geld sparen wollen", betonte BWHT-Hauptgeschäftsführer Hartmut Richter. Das Prinzip ECO+ habe sich bereits in 300 Betrieben bewährt. Bei einem knappen Drittel davon hat der Handwerkstag die Daten im Detail erfasst und ausgewertet. Dabei wurden Betriebe aus 30 verschiedenen Handwerksbranchen unter die Lupe genommen. Insgesamt 1.162 Einzelmaßnahmen haben die Umweltberater der Handwerkskammern vorgeschlagen. Das Ergebnis überraschte selbst die Experten: Schon durch einfache Veränderungen konnten die Betriebe ihre Unternehmenskasse jährlich um Beträge zwischen 2.000 und 10.000 Euro entlasten. Zugestellte Heizkörper, nicht isolierte Warmwasserrohre in der Werkstatt oder die zu sportliche Fahrweise mit dem Transporter - die heimlichen Energiefresser schlagen in der Summe ganz gewaltig zu Buche. Im Schnitt deckten die Umweltberater Einsparpotenziale von etwa zehn Prozent der Umweltkosten auf. "Fast alle Maßnahmen sind einfach und unkompliziert umzusetzen", sagte Richter. Ein umfassendes Umweltmanagement wäre dann der nächste Schritt.
Im Mai geht ECO+ in eine neue Runde. Bis Ende 2011 sollen dann im Rahmen des Projekts hundert Handwerksbetriebe beraten werden. Der Betrieb bezahlt eine Gebühr von 100 Euro. "Das rechnet sich in kürzester Zeit und schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch unsere Umwelt", meinte Richter und rief die Handwerksbetriebe im Land dazu auf, das Programm in Anspruch zu nehmen.
Weitere Informationen geben die Umweltberater der Handwerkskammern und der Handwerkstag. Der Ergebnisbericht kann auf der BWHT-Internetseite und beim Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr abgerufen werden.
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