Erfolgsfaktoren am Beispiel aufgezeigt
04.10.05Aus der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und Handwerksmeistern entstehen Innovationen, die großen wirtschaftlichen Erfolg am Markt haben. Fünf Tüftler-Gruppen erhielten jetzt im Stuttgarter Haus der Wirtschaft den „Professor-Adalbert-Seifriz-Preis für Technologietransfer“.

Zum 17. Mal hat die Wirtschaftszeitschrift „handwerk magazin“ zusammen mit der Steinbeis-Stiftung und der Signal Iduna Gruppe den „Professor-Adalbert-Seifriz-Preis für Technologietransfer“ ausgeschrieben. Bekannt ist dieser Wettbewerb auch unter der Bezeichnung „Meister sucht Professor“. Unterstützt wird er vom „Verein Technologietransfer Handwerk“, dem Baden-Württembergischen Handwerkstag (BWHT) sowie vom Zentralverband des Deutschen Handwerks.

Den Beispielen folgen

Der bundesweite Wettbewerb soll helfen, Wissenschaft und Handwerk zusammenzubringen, damit Handwerksbetriebe den jeweiligen technologischen Fortschritt möglichst schnell und umfassend nutzen können. Der „Adalbert-Seifriz-Preis“ zeigt gelungene Beispiele für den Technologietransfer im Handwerk und will Handwerksunternehmer dazu ermutigen, diesen Beispielen zu folgen.

Platzierung im Markt

Der Vorstandsvorsitzende der Steinbeis-Stiftung, Heinz Trasch, begrüßte die Gäste in der König-Karl-Halle, darunter den Vorsitzenden der FDP-Landtagsfraktion, Ulrich Noll. BWHT-Hauptgeschäftsführer Hartmut Richter betonte, der Seifriz-Preis zeichne nicht nur innovative Entwicklungen im Bereich der Produktivität und der Dienstleistung aus, sondern stelle als Kriterium für die Auswahl der Preisträger auch die erfolgreiche Platzierung im Markt in den Mittelpunkt. Das Spektrum der unterschiedlichen Technologien sei breit gestreut. Richter: „An ihrem Beispiel lässt sich hervorragend aufzeigen, was Erfolgsfaktoren sein können.“ Er dankte allen Partnern des Seifriz-Preises, die dafür sorgten, dass Technolgietransfer von der Theorie zur gelebten Praxis werde.

Fünf Preisträger-Teams

Eine Jury aus ganz Deutschland unter Leitung von Professor Johann Löhn, Regierungsbeauftragter für Technologietransfer Baden-Württemberg und Präsident der Steinbeis-Hochschule Berlin, hat aus den Bewerbern fünf Innovationen gewählt und unter ihnen das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro gleichrangig aufgeteilt. Juryvorsitzender Johann Löhn überreichte unter anderem zusammen mit Chefredakteur Frank Wiercks, BWHT-Hauptgeschäftsführer Hartmut Richter und Signal Iduna Landesdirektor Gerhard Stroka die Preise an die Gewinner. Am Nachmittag gab es noch ein gut besuchtes Forum Handwerks zum Thema „Nanotechnik - Zukuntfstrends für das Handwerk.“

Die cleveren Tüftler

Die Preisträger des Professor-Adalbert-Seifriz-Preises des Jahres 2005 sind:

  • Klaus Lauf mit der Firma Klaus Lauf Medizintechnik u. Sonderbau in Tübingen sowie Privatdozent Dr. Dr. Klaus Hamprecht von der Uni Tübingen für die schonende Sterilisierung von Muttermilch.
  • Diplomingenieur Wolfgang Czolbe und Maschinenbautechniker Josef Schmalacker von der Slittec GmbH in Ahaus sowie Professor Peter Kerstiens von der FH Gelsenkirchen, Abteilung Bocholt, für ein neues System der industriellen Schneidetechnik.
  • Metallbaumeister Harald Böhl mit der Haboe Edelstahlsysteme GmbH in Gemünden sowie Professor Michael Schlimmer und Dipl.-Ing. Marc Siebert von der Uni Kassel für Metall-Klebetechnik.
  • Elektrotechniker Ewald Damer und Elektromeister Hermann Ewering mit der Waesta Anlagenelektronik GmbH sowie Maschinenbaumeister Günther Wensing mit der Günther Wensing GmbH & Co. KG in Stadtlohn, Maschinenbaumeister Heinrich Arnskötter mit der Arnskötter GmbH in Greven und Professor Roland Günther für ein Platz sparendes Lagersystem.
  • Dipl.-Ing. Luigi Di Matteo mit der Di Matteo Förderanlagen GmbH & Co. KG in Beckum sowie Professor Jörg Schwedes von der TU Braunschweig für ein Fördersystem. 
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