Steuerliche Sanierungsförderung

Wollen Deutschland und Baden-Württemberg die Energiewende meistern, muss die Sanierungsquote im Gebäudebestand verbessert werden. Die vorhandenen Anreize für Hausbesitzer reichen dazu nicht aus. Was Not tut, ist eine Förderung über die steuerliche Absetzbarkeit energetischer Gebäudesanierungen.

Da das Thema derzeit auf Bundesebene diskutiert wird, setzt sich der Handwerkstag bei der baden-württembergischen Landesregierung für eine maximale Unterstützung dieser Maßnahme im Bundesrat ein.

Nachrichten zur Absetzbarkeit energetischer Sanierungen
04.04.2012 Mitte März hatte der Verhandlungsführer des Bundes höchst zuversichtlich über die steuerliche Förderung energetischer Sanierungen gesprochen. Eine Einschätzung, die der BWHT nach Gesprächen mit Politikern aus Bund und Land nicht zu teilen vermag. Vielmehr hat sich gezeigt, dass noch viele Gräben zu überwinden sind.[mehr]  
03.04.2012 "Es wird Zeit für einen Instrumentenwechsel und zwar besser heute als morgen", äußerte sich Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle kritisch zum Start der vom baden-württembergischen Umweltministerium mit insgesamt fünf Millionen Euro unterstützten Förderprogramme der L-Bank für Energieeffizienz-Maßnahmen. Möhrle forderte, die Fakten nicht länger zu ignorieren und endlich das Tauziehen um die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung zu beenden: "Mit günstigen Krediten lassen sich Gebäudeeigentümer nur begrenzt hinterm Ofen vorlocken, aber Steuern sparen wollen alle."[mehr]  
22.03.2012 Die baden-württembergische Landesenergieagentur KEA übt in einem offenen Brief harsche Kritik an der Umsetzung der Energiewende durch die Bundesregierung. Die Forderungen nach mehr Verlässlichkeit, einer Steuerentlastung für sanierungswillige Hausbesitzer oder der Erschließung aller regenerativen Erzeugungs-und Effizienzpotenziale entsprechen auch der energiepolitischen Linie des Handwerks.  
16.03.2012 Bei der steuerlichen Absetzbarkeit energetischer Gebäudesanierungen sollen erhebliche Fortschritte erzielt worden sein: Die Deutsche Handwerkszeitung berichtet von einem Kompromiss zwischen Bund und Ländern, ein entsprechendes Gesetz soll bereits in den nächsten Wochen verabschiedet werden.  
09.02.2012 "Jeder will die Wende und keiner will's bezahlen, so treten wir beim Thema energetische Gebäudesanierung noch bis zum Sankt Nimmerleinstag auf der Stelle", zeigte sich Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle enttäuscht. Der Vermittlungsausschuss von Bund und Ländern vertagte gestern erneut die Beratungen über die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung.[mehr]  
© Thorben Wengert / <a target="_blank" href="http://www.pixelio.de">PIXELIO</a>02.02.2012 Verärgert hat Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle auf die Ankündigung der Bundesregierung reagiert, anstatt der zugesagten 1,5 Milliarden Euro für das Gebäudesanierungsprogramm, mit denen Kredite verbilligt und Zuschüsse über die KfW-Bank den Hausbesitzern zufließen sollten, nur 900 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. "Worauf bitteschön sollen sich Hausbesitzer und Handwerker eigentlich noch verlassen können?" kritisierte der Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstages (BWHT).[mehr]  
02.02.2012 Die Allianz für Gebäude-Energieeffizenz stellt deutschen Altbauten in Sachen Dämmung und Heizung ein schlechtes Zeugnis aus. Im Tenor mit dem Handwerk weist sie darauf hin, dass eine steuerliche Sanierungsförderung nicht zu Ausfällen in den Länderkassen, sondern langfristig sogar zu Mehreinnahmen führt.  
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