Zukunft Meisterbrief

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Um ungerechtfertigte Beschränkungen zu reduzieren überprüft die Europäische Kommission nationale Regelungen des Berufszugangs. In Folge dessen könnte für die 41 zulassungspflichtigen Handwerksberufe die Meisterpflicht fallen. Für das Handwerk ist der Meisterbrief jedoch ein wichtiges Instrument für den Verbraucherschutz und das viel gelobte duale Ausbildungssystem. Deregulierungen des Berufszugangs bringen dagegen nicht den erwünschten Erfolg mit sich.

Der BWHT lehnt die Pläne der Europäischen Kommission daher ab – zumal es bereits umfängliche Anerkennungsregelungen gibt und mithin keine Marktzugangsbeschränkungen bestehen. Unterstützung erfährt das Handwerk in dieser Position durch die deutsche Politik: Die Bundesregierung, der Bundestag und die Landesregierung haben sich für den Erhalt des Meisterbriefs ausgesprochen.

Nachrichten zur Zukunft des Meisterbriefs

Berufsreglementierung  09.06.2017

Mitgliedsstaaten dürfen selbst entscheiden

Ende Mai hat der Rat der Europäischen Union seine allgemeine Ausrichtung zum EU-Dienstleistungspaket beschlossen und festgelegt, dass die Mitgliedsstaaten weiterhin selbst über ihre Berufsreglementierungen entscheiden dürfen. Ein neues BWHT-kompakt gibt den aktuellen Sachstand wieder. weiterlesen

EU-Dienstleistungspaket  29.05.2017

Aufatmen im Handwerk

Der Rat der Europäischen Union hat heute (29.05.) seine allgemeine Ausrichtung zum EU-Dienstleistungspaket beschlossen. "Dass die Rolle der Mitgliedsstaaten im Vergleich zum ursprünglichen Kommissionsvorschlag gestärkt wird, lässt uns aufatmen", kommentierte Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold. weiterlesen

EU-Parlament  02.05.2016

Laut und klar positionieren

Auf Einladung des Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments Rainer Wieland besuchten die Mitglieder des Landesausschusses Europa des baden-württembergischen Handwerks, an der Spitze BWHT-Präsident Rainer Reichhold, Mitte April das Europäische Parlament in Straßburg. Zielsetzung war, sich vor Ort für wichtige handwerkliche Themen einzusetzen und den Kontakt zu den Parlamentariern zu vertiefen. weiterlesen

Binnenmarktstrategie  22.02.2016

Bundestag bekräftigt die Meisterpflicht

Vor dem Hintergrund der neuen Binnenmarkstrategie der Europäischen Kommission hat sich der Deutsche Bundestag erneut zu den bewährten Strukturen im Handwerk bekannt. In seiner 152. Sitzung Ende Januar hat das Gremium betont, dass die mitgliedstaatliche Regelungskompetenz für Berufsregelungen nicht in Frage gestellt werden darf. weiterlesen

Deregulierung  04.12.2015

EU misst mit ungenauen Maßstäben

Eine Studie des ifh Göttingen zum Kommissionsvorschlag zur Deregulierung des Handwerks kommt zu dem Schluss, dass die EU ihr Deregulierungsziel mit ungenauen Maßstäben misst. Der Paradigmenwechsel, den die Novelle der Handwerksordnung 2004 vollzogen hat, werde in der EU-Kommission nicht ausreichend erkannt, so die in der Reihe "Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung" erschienene Untersuchung. weiterlesen

EU-Transparenzinitiative  12.08.2015

Regierungsfraktionen setzen sich für Meisterbrief ein

Die grün-rote Landesregierung macht sich in Brüssel für den Erhalt des Meisterbriefs stark. Dies geht aus der Stellungnahme der Landesregierung zu einer Parlamentsinitiative der beiden Regierungsfraktionen zur sogenannten Transparenzinitiative der Europäischen Union hervor. "Bewährte Standards im Handwerk dürfen nicht gefährdet werden“, betonten die Fraktionsvorsitzenden. weiterlesen

ifh-Studie  10.08.2015

Zugangsberechtigung wirkt positiv auf die Ausbildung

In der Schriftenreihe "Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung" ist der vierte Band erschienen: Die Studie des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen beschäftigt sich mit der Bedeutung der qualifikationsgebundenen Zugangsberechtigung im Handwerk für die Funktionsfähigkeit des dualen Ausbildungssystems. weiterlesen

Zulassungspflichtige Berufe  10.07.2015

Bundestag stellt sich hinter bewährte Standards

Der Deutsche Bundestag hat einem Antrag der Koalitionsfraktionen zu den bewährten Standards bei der Zulassungspflicht im Handwerk und in den Freien Berufen zugestimmt. Im Antrag wird betont, dass die Mobilität von Selbständigen und Beschäftigten im Binnenmarkt durch die europäischen Regelungen zur Anerkennung von Berufsqualifikationen sichergestellt sei. Wie schon im Dezember 2014 bekennt sich das Gremium damit ausdrücklich zum Meistervorbehalt im Handwerk. weiterlesen

Brüssel-Reise  17.11.2014

Deutscher Meister - starkes Europa

"Deutscher Meister - starkes Europa" – unter diesem Motto warb der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) gemeinsam mit Wirtschafts- und Finanzminister Nils Schmid unter anderem bei Abgeordneten des EU-Parlaments und Mitarbeitern der EU-Kommission für den deutschen Meisterbrief. Minister Schmid und Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle warnten nachdrücklich davor, den Meisterbrief zu schwächen. Im Zuge ihrer Transparenzinitiative stellt die EU-Kommission derzeit die reglementierten Berufe in den Mitgliedsstaaten auf den Prüfstand. weiterlesen

Delegationsreise  10.11.2014

Der BWHT stellt den Meister in Brüssel vor

Am 17. November stellt der Baden-Württembergische Handwerkstag gemeinsam mit dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft in der Landesvertretung in Brüssel die Vorzüge des Meisterbriefs vor. Abgeordnete des Europäischen Parlaments und Mitarbeiter der Europäischen Kommission aus dem europäischen Ausland sollen so von den Vorzügen des deutschen handwerklichen Karrieresystems überzeugt werden. weiterlesen