Bildung + Qualifikation
Dem Baden-Württembergischen Handwerkstag kommt im Rahmen der Bildungspolitik die Aufgabe zu, Bedürfnisse des Handwerks zu erkennen, seine Positionen zu vertreten, Bildungsthemen anzustoßen und auch das Handwerk selbst für diese zu sensibilisieren.
Fachkräftesicherung und Steigerung der Bildungsqualität sind nur zwei Schlagworte, die dabei eine entscheidende Rolle spielen. Deshalb setzt sich der BWHT für eine Steigerung der Schulqualität ein und agiert im Rahmen des Ausbildungspaktes auf Landesebene als Partner, um den Bedarf des Handwerks an Nachwuchs- und Fachkräften sowohl qualitativ als auch quantitativ zu decken.
Nachrichten zum Thema Bildung + Qualifikation
28.09.2011
Einen Anspruch auf Ausbildung für jeden Schulabgänger, wie es die SPD-Fraktion in der aktuellen Debatte im Landtag und zuvor schon nach ihrer Klausurtagung formuliert hat, lehnt der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) ab. Wer eventuelle Schwächen in den ersten Monaten der Ausbildung ausgleichen wolle, habe den Bezug zur Realität in den Betrieben verloren: "In der Pflicht stehen zuallererst die Schulen."
19.09.2011
Erfreut zeigte sich Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle darüber, dass die von der Landesregierung angekündigten Bildungsreformen endlich erste konkrete Formen annehmen. Schließlich seien der Ausbau der Ganztagesschulen, die Möglichkeit längeren gemeinsamen Lernens an der Gemeinschaftsschule und die Abschaffung der Grundschulempfehlung alte Forderungen des Baden-Württembergischen Handwerkstages (BWHT). Als enttäuschend dagegen bezeichnete er die vermeintliche Weiterentwicklung der Werkrealschule und die nach wie vor unzureichende Lehrerversorgung an den Berufsschulen.
16.09.2011
In einem Gespräch mit dem Handwerk hat Baden-Württembergs Kultusministerin Warminski-Leitheußer eine Rede für die Bildungstagung des Handwerks im November zum Thema Gemeinschaftsschule zugesagt. In Sachen Teilrechtsfähigkeit von Berufschulen wurden Fortschritte erzielt, die Frage nach einer vertieften Berufsorientierung an der Werkrealschule blieb offen.
14.09.2011
Trotz teilweise starker Kritik von Verbänden, Wirtschaft und Gewerkschaften sind Maßnahmen gegen das Unterrichtsdefizit an beruflichen Schulen bislang kaum erkennbar. Dennoch steht das Handwerk nicht im Regen: Auch aus den Regierungslagern mehren sich Stimmen, die Abhilfe fordern.
07.09.2011
Will das Handwerk seine im Ausbildungsbündnis gemachten Zusagen halten, benötigt es die Unterstützung der Landesregierung. In einem Schreiben an Finanz- und Wirtschaftsminister Schmid fordert der Handwerkstag daher die Fortsetzung der Berufsorientierungsprogramme "Pro Beruf" und "Azubi in spe".
07.09.2011
Diverse Ausschüsse des Landtags tagen in Kalenderwoche 38 zu den Handlungsempfehlungen der Enquete-Kommission "Fit fürs Leben in der Wissensgesellschaft – berufliche Schulen, Aus- und Weiterbildung". Drucksachen spiegeln die Bewertung der Maßnahmen durch die Landesregierung wieder.
06.09.2011
Der Bildungsmonitor 2011 macht für Baden-Württemberg Stärken bei Zeiteffizienz, Bildungsarmut, der beruflichen Bildung und der Akademisierung aus. Schwachpunkt ist die Ganztagesinfrastruktur. In der Gesamtbilanz liegt man zum dritten Mal in Serie auf dem dritten Platz.
17.08.2011
Der Baden-Württembergische Handwerkstag freut sich mit der Landesregierung über die niedrige Jugendarbeitslosigkeit von nur 2,9 Prozent im Land. Der Hauptgrund für diesen Spitzenwert ist das duale Ausbildungssystem in Deutschland und mit ihm die 25833 Handwerksbetriebe im Land, die über 55500 Jugendliche in einem von über 130 Handwerksberufen ausbilden.
08.08.2011
Am 16. November veranstaltet das Handwerk in Baden-Württemberg unter dem Titel "Die neue Gemeinschaftsschule - Wie soll sie funktionieren" eine bildungspolitische Fachtagung. Ziel ist es, die Anforderungen des Handwerks an das künftige allgemeinbildende Schulwesen zu bestimmen.
05.08.2011
Der Unterrichtsausfall an den Berufschulen im Land ruft die Arbeitgeber Baden-Württemberg, DGB, Handwerkskammern und Industrie- und Handelskammern auf den Plan. Sie zeigen sich in einer gemeinsamen Erklärung besorgt darüber, dass noch immer kein Stufenplan zum Abbau des strukturellen Unterrichtsdefizits an den beruflichen Schulen im Land vorliegt. Dieses Defizit liegt seit Jahren bei über 4 Prozent.








