Hochschulausbildung
Handwerk und Hochschule sind keine Gegensätze: die Betriebe brauchen gut ausgebildete und zunehmend höher qualifizierte Fachkräfte. Das Handwerk setzt sich daher für mehr Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung ein und fordert adäquate Anrechnungsmöglichkeiten beruflich erworbener Qualifikationen auf ein Hochschulstudium.
Die Vereinheitlichung des Hochschulzugangs für Meister und Gesellen sowie die Streichung der bis dato vorausgesetzten Berufstätigkeit von Meistern im März 2009 waren wichtige Schritte in die richtige Richtung. Nun gilt es, verstärkt berufsbegleitende Studienangebote zu entwickeln, welche die Durchlässigkeit umsetzbar machen.
Nachrichten zur Hochschulausbildung
12.08.2009
Im Handwerk erfreuen sich duale Studiengänge zunehmender Beliebtheit. Eine Auswertung der Qualifizierungsdatenbank von AusbildungPlus zeigt weiter, dass in Baden-Württemberg mit die meisten handwerklichen Zusatzqualifikationen angeboten werden – eine große Chance für das hiesige Handwerk.
02.03.2009
Zum 1. März wurde die Berufsakademie in Baden-Württemberg zur Dualen Hochschule und erfuhr eine Aufwertung. Das Handwerk begrüßt vor allem die damit einhergehende Öffnung für geeignete Fachhochschulabsolventen.
01.03.2009
Seit März können Handwerksmeister auch ohne vierjährige Berufserfahrung ein Hochschulstudium aufnehmen. Eine entsprechende Gesetzesänderung trägt den Forderungen des Handwerks Rechnung.
04.12.2008
Wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in seinem Rundschreiben vom 07. November 2008 mitgeteilt hat, haben sich über 2.700 berufserfahrene Frauen und Männer in der ersten Auswahlrunde um ein Aufstiegsstipendium des BMBF beworben.
25.11.2008
Die Zahl der Studienanfänger mit beruflichen Qualifikationen hat zugenommen. Allein in Baden-Württemberg wurden zum Wintersemester 89 Studenten mit entsprechender Zulassungsvoraussetzung immatrikuliert. Eine Stellungnahme des Wissenschaftsministeriums gibt Aukunft über die Entwicklung der Nachfrage.
03.10.2008
"Die Verbesserung der Förderkonditionen ist überfällig", begrüßte Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle die vom Bundeskabinett beschlossene Novellierung des Meister-Bafögs.
25.08.2008
"Diese Entscheidung war längst überfällig", kommentierte Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle die angekündigte Änderung im Landeshochschulgesetz, das bisher noch die Bedingung einer mindestens vierjährigen Berufstätigkeit als Meister für den Hochschulzugang vorschreibt. Er freue sich, dass diese Einschränkung nun wegfalle.
08.10.2007
Das Wissenschaftsministerium berichtet über die bisherigen Erfahrungen mit der Hochschulzugangsberechtigung u.a. für Handwerksmeister. Ein Drittel der Bewerber bleibt außen vor: für sie erweist sich die fehlende zusätzliche vierjährige Berufspraxis nach der Gesellenprüfung als Stolperstein.
30.05.2007
Der Handwerkstag hat seine Forderung nach einem direkten und uneingeschränkten Hochschulzugang für Meister bekräftigt. In einem Schreiben an Wissenschaftsminister Frankenberg hat sich der BWHT mit einer Stellungnahme zum „Ersten Gesetz zur Umsetzung der Föderalismusreform im Hochschulbereich“ dafür eingesetzt, die Vorbedingung einer mehrjährigen Berufstätigkeit als Meister aus dem Landeshochschulgesetz herauszunehmen.



