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Damit Berufstätige ohne Abitur studieren können, müsse sich noch Einiges ändern, meinte Möhrle. Denn generell sei der Weg zur Hochschule ohne das klassische Abitur nach wie vor schwierig. Der BWHT zeigt in seinem aktuellen Positionspapier "Handwerk und Hochschule" auf, welche Veränderungen auf den Weg gebracht werden müssen. Das Handwerk fordert den Ausbau grundständiger dualer sowie begleitender Studiengänge als berufliche Weiterbildung für handwerkliche Themenfelder. Möhrle: "Wir brauchen Studienfächer, die die handwerkliche Ausbildung mit ihren Stufen des Gesellen und des Meisters sinnvoll ergänzen und die Handwerkswirtschaft weiter voranbringen können." Dabei könne es um Bauen im Bestand, um Technik und Management erneuerbarer Energien ebenso gehen wie um Gesundheit und Ernährung, nannte Möhrle Beispiele. Die beruflichen Qualifikationen müssten systematisch auf das Studium angerechnet werden und die Hochschulen sollten in Zusammenarbeit mit dem Handwerk spezifische Vorbereitungs- und Brückenkurse anbieten. Denn die Studierenden mit Berufserfahrung aber ohne Abitur brächten vollkommen andere Voraussetzungen mit. Sie bräuchten daher andere Beratung und besondere Ansprechpartner an den Unis. In einem Schreiben an die Mitglieder des Wissenschaftsausschusses im Landtag bot Möhrle eine enge Zusammenarbeit an, "damit im Interesse aller Beteiligten eine zukunftsorientierte Gestaltung an der Schnittstelle Handwerk und Hochschule gelingen kann".
Mit Blick auf den sich abzeichnenden Fachkräftemangel im Handwerk unterstrich Möhrle: "Unsere Betriebe brauchen auch die Leistungsstarken." Und begabte Jugendliche entschieden sich leichter für eine praktische Ausbildung, wenn klar sei, dass ihnen danach viele Türen offen stehen. Eine Berufsausbildung eröffne heute den Zugang zu den Hochschulen ohne zeitraubenden Umweg und ohne komplizierte Zugangswege.
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