"Aktuelle technologische Entwicklungen sind für viele der Handwerksbetriebe eine nachhaltige Herausforderung", meinte Richter. Der akademisch ausgebildete Nachwuchs aus den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik könne Handwerksbetrieben helfen, technologische Anforderungen noch besser zu meistern, meinte Richter. Ziel der Vereinbarung sei gleichzeitig, verstärkt auf technisch-orientierte Berufsfelder hinzuweisen. Aus diesem Grund beteilige sich der Handwerkstag gerne an der gemeinsamen Initiative der Wirtschaftsorganisationen. Natürlich brauche eine Gesellschaft auch Geistes- und Wirtschaftswissenschaftler, aber ohne die technische Kompetenz, für die das Handwerk auch mit seinen hochqualifizierten Meistern stehe, lasse sich ein Wirtschaftsstandort in der globalisierten Wirtschaft nicht erfolgreich positionieren.
"Wir werden", so Richter weiter, "mit Freude jungen Ingenieuren die Chance geben in Handwerksbetriebe hineinzuschauen." So könne sichtbar gemacht werden, dass ein Innovationsstandort nicht nur von der Produktinnovation der Industrie lebe, sondern genauso stark von der Umsetzung dieser Innovationen durch die Handwerksbetriebe im Lande. Richter: "Wenn der eine oder andere Hochschulabsolvent dabei erkennt, dass seine Zukunft auch im Handwerk liegen kann, dann hat sich das Engagement des Handwerks in doppeltem Sinne gelohnt."
Das MINT-Programm:
Das MINT-Programm soll den Absolventinnen und Absolventen die Möglichkeit eröffnen, in zukunftsträchtigen Forschungs- und Technologietransferprojekten, die von den Hochschulen in Kooperation mit Unternehmen durchgeführt werden, ihre Qualifikation zu erweitern. Damit wird die wirtschaftsorientierte Forschung an den Hochschulen gestärkt, der Wissens- und Technologietransfer zwischen Hochschulen und Unternehmen gefördert und der Wirtschaft das notwendige Potential an Fachkräften gesichert. Das Ziel, die Erwerbsbeteiligung von Frauen in den MINT-Berufen zu erhöhen, wird mit verfolgt. Das Sofortprogramm entstand auf Anregung des Innovationsbeirates Baden-Württemberg.
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