Mit einer Vielzahl von Aktionen und Angeboten werben die Handwerksorganisationen um Schulabgänger zur Besetzung freier Lehrstellen. Die Aktivitäten der Handwerkskammern reichen von Telefonhotlines über Berufserkundungen an den Bildungsakademien über Telefonaktionen bei Betrieben bis zu Infotouren an Schulen. "Handwerk ist auch in der Krise ein wirtschaftlicher Stabilitätsfaktor und unsere Berufe haben Zukunft", betonte Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle. Er rief Jugendliche und Ausbildungsbetriebe gleichermaßen auf, die angebotenen Informationen intensiv zu nutzen.
Der erste Trend der vorliegenden Ausbildungszahlen zeige zwar, dass sich die Betriebe bislang mit Vertragsabschlüssen zurückhaltend verhielten, meine Möhrle. Kammern, Verbände und Betriebe setzten aber alles daran, auch im Jahr 2009 ausreichend Ausbildungsplätze anzubieten und die Lage zu stabilisieren. Angesichts der Wirtschaftskrise bemühe sich das Handwerk verstärkt um mehr Ausbildungsbetriebe. In besonders betroffenen Branchen werben die Handwerkskammern zum Beispiel auch für eine Verbundausbildung zwischen Betrieben, damit jeder Jugendliche seine Ausbildung erfolgreich abschließen kann. Möhrle: "Dies muss möglich sein, egal ob sich der Betrieb in Kurzarbeit befindet oder ob ein Jugendlicher auf Grund einer Insolvenz seine Lehrstelle verlieren würde." Das Handwerk wolle den Jugendlichen Mut machen, die Ausbildungssituation sei nicht dramatisch und in vielen Regionen gebe es noch ausreichend unbesetzte Lehrstellen.
Handwerks- und Industrie- und Handelskammern wollen sich in den kommenden Wochen gemeinsam am bundesweiten 5-Punkte-Aktionsplan zur Stabilisierung der Ausbildungssituation beteiligen.
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