Bildungsaufbruch nicht ohne berufliche Schulen
07.07.2011Kultusministerin Warminski-Leitheußer hat auf vom Berufsschullehrerverband geäußerte Befürchtungen reagiert und versichert, dass der Bildungsaufbruch im Land nicht an den beruflichen Schulen vorbeilaufen wird. Im Handwerk freut man sich zu hören, dass die Landesregierung eine Gleichstellung von allgemeiner und beruflicher Bildung anstrebt.

Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer hat versichert, dass den beruflichen Schulen beim Bildungsaufbruch in Baden-Württemberg eine große Rolle zugedacht sei: "Die Landesregierung wird darauf achten, dass die leistungsfähigen beruflichen Schulen weiterhin verbessert werden, um den Herausforderungen der Zukunft noch besser gerecht werden zu können. Die Lehrer können sich darauf verlassen, dass wir die beruflichen Schulen stärker fördern werden als das in der Vergangenheit der Fall war". Die Kultusministerin entgegnete damit den vom Berufsschullehrerverband Baden-Württemberg (BLV) geäußerten Befürchtungen, "dass der Bildungsaufbruch wohl ohne die beruflichen Schulen stattfinden wird." Diese Befürchtungen waren von der BLV-Vorsitzenden Margarete Schaefer im Anschluss an das Forum der SPD-Landtagsfraktion geäußert worden.

Beim Baden-Württembergischen Handwerkstag (BWHT) freut man sich über die Beteuerung der Kultusministerin, dass SPD und Grüne die Gleichstellung des allgemeinen und beruflichen Bildungswesens anstreben und das strukturelle Unterrichtsdefizit in den Berufsschulen schrittweise abbauen wollen. "Die beruflichen Schulen sind Partner des Handwerks in der dualen Ausbildung unserer zukünftigen Fachkräfte," so Dr. Stefan Baron, Abteilungsleiter Bildungspolitik beim BWHT. "Wir setzen uns schon länger  für ein aktuelles Unterrichtsangebot, Lehrerbildung und eine ausreichende Lehrerversorgung ein. Ziel ist die Sicherung der Ausbildungsqualität im Interesse von Schulen, Betrieben und Auszubildenden. Es freut uns daher zu hören, dass die neue Landesregierung ihre Unterstützung in dieser Richtung verstärken wird".

Pressemitteilung des Berufsschullehrerverbands
Statement von Kultusministerin Warminski-Leitheußer

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