Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle hat die Landtagsabgeordneten über die Aktivitäten der acht Handwerkskammern informiert und dazu eingeladen, sich in den Wahlkreisen selbst ein Bild von den vielfältigen Möglichkeiten zu machen. Mit dem Aktionstag wollen die Handwerksorganisationen im Land alle Potenziale für den Fachkräftebedarf der Branche mobilisieren. "In vielen Branchen ist der Fachkräftemangel schon spürbar und wir werden auch in diesem Jahr tausende angebotene Lehrstellen wieder nicht besetzen können", sagte Möhrle. Viele Betriebe suchten dringend motivierte und leistungsstarke Bewerber: "Mit über 130 verschiedenen Berufen ist für jeden etwas dabei." Leider seien zu viele Bewerber auf einen bestimmten Berufswunsch fixiert. Kfz-Mechatroniker und Friseurin seien in der Beliebtheitsskala nach wie vor nahezu unschlagbar, dabei sei das Handwerk in vielen anderen Bereichen hochattraktiv: "Zum Beispiel sind wir Spitze bei der Umsetzung neuer Technologien wie Windenergie, Solarstrom oder Elektromobilität. Energieeffizientes Bauen und Modernisieren sind typische Felder für Ausbildungsberufe mit allerbesten Zukunftsaussichten."
Mit Telefonhotlines, Berufserkundungen in den Bildungszentren, Telefonaktionen bei Betrieben, Bewerbungsberatung und Patenschaften bis hin zu Speed-Jobbing werben die Handwerksorganisationen am Montag im ganzen Land um Schulabgänger, teilte Möhrle mit. Schließlich solle auch in Zukunft im Handwerk gelten: "Unser Team hat fünf Millionen Profis. Und alle kommen aus der eigenen Jugend."
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