Entscheidend für die Nachwuchssicherung sind die Bewerber. Das baden-württembergische Handwerk setzt sich für eine nachhaltige Qualitätsverbesserung im frühkindlichen und allgemeinbildenden Bildungswesen, für mehr Ausbildungsreife von Absolventen der Sekundarstufe I sowie mehr Chancengleichheit ein.
Das Handwerk könnte weitaus mehr junge Menschen ausbilden, würden Schulabgänger ausreichende Qualifikationen und die erforderliche Ausbildungsreife aufweisen. Der BWHT fordert daher eine Schulpolitik, die Schulabgänger bestmöglich auf berufliche Anforderungen vorbereitet. Hierzu sind der individuellen Förderung, Förderung von Bildungsgerechtigkeit sowie die Befähigung der Lehrkräfte für ihre anspruchsvollen Aufgaben absolute Priorität einzuräumen. Eine Haltung, die sich in der Argumentation des Handwerks zur Neuordnung der Schullandschaft – Stichwort "neue Werkrealschule" – spiegelt.
05.01.2012
Der Landtag von Baden-Württemberg hat das Schulgesetz geändert: Werkrealschulen müssen nicht mehr zwingend zweizügig sein und die teilweise Auslagerung des Unterrichts in der 10. Klasse an Berufsfachschulen wird aufgehoben. Der Staatsanzeiger berichtet von der entsprechenden Landtagssitzung.
13.12.2011
Dem Trend zu einer höheren Allgemeinbildung muss mit einer Schulart Rechnung getragen werden, die verschiedene Schulkarrieren zulässt, neben dem Weg zum Abitur auch die Entscheidung für eine Ausbildung im Handwerk: "Wir bauen auf die Gemeinschaftsschule, denn gerade im Handwerk steigen die Qualifikationsanforderungen kontinuierlich und die Betriebe sind auf leistungsstärkere Auszubildende angewiesen", kommentierte Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle die Eckpunkte zur Einführung der neuen Schulart, die heute von Kultusministerin Warminski-Leitheußer vorgestellt wurden.
18.11.2011
Die Gemeinschaftsschule in Baden-Württemberg wird zum Schuljahr 2012/2013 kommen, dies ist spruchreif. Die Frage ist nur, wie sie funktionieren wird. Gemeinsam mit Experten suchte das Handwerk auf einer bildungspolitischen Fachtagung in Stuttgart nach Ansätzen.
13.10.2011
Der Handwerkstag bringt sich erneut in die Debatte um längeres gemeinsames Lernen ein: Auf einer Bildungsfachtagung am 16. November in Stuttgart will das baden-württembergische Handwerk die Anforderungen an die künftige Gemeinschaftsschule definieren und in den Dialog mit dem Kultusministerium eintreten.



