Schule

Entscheidend für die Nachwuchssicherung sind die Bewerber. Das baden-württembergische Handwerk setzt sich für eine nachhaltige Qualitätsverbesserung im frühkindlichen und allgemeinbildenden Bildungswesen, für mehr Ausbildungsreife von Absolventen der Sekundarstufe I sowie mehr Chancengleichheit ein.

Das Handwerk könnte weitaus mehr junge Menschen ausbilden, würden Schulabgänger ausreichende Qualifikationen und die erforderliche Ausbildungsreife aufweisen. Der BWHT fordert daher eine Schulpolitik, die Schulabgänger bestmöglich auf berufliche Anforderungen vorbereitet. Hierzu sind der individuellen Förderung, Förderung von Bildungsgerechtigkeit sowie die Befähigung der Lehrkräfte für ihre anspruchsvollen Aufgaben absolute Priorität einzuräumen. Eine Haltung, die sich in der Argumentation des Handwerks zur Neuordnung der Schullandschaft – Stichwort "neue Werkrealschule" – spiegelt.

Nachrichten zur Schulbildung
16.01.2012 Nach den Sommerferien sollen die ersten 34 Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg an den Start gehen. "Darauf haben wir lange gewartet", begrüßte Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle die heutige Ankündigung von Kultusministerin Warminski-Leitheußer. Dass diese Schulen aus dem Stand heraus beginnen können, stimme das Handwerk hoffnungsfroh und lasse rasch erste positive Rückmeldungen erwarten. Nach wie vor blieben aber aus Sicht der Wirtschaft zu viele Fragen unbeantwortet.  
05.01.2012 Der Landtag von Baden-Württemberg hat das Schulgesetz geändert: Werkrealschulen müssen nicht mehr zwingend zweizügig sein und die teilweise Auslagerung des Unterrichts in der 10. Klasse an Berufsfachschulen wird aufgehoben. Der Staatsanzeiger berichtet von der entsprechenden Landtagssitzung.  
14.12.2011 Der Gesetzentwurf für die Änderung des Schulgesetzes zur Einführung der Gemeinschaftsschule in Baden-Württemberg ist verabschiedet. Er klärt über die Rahmenbedingungen auf und trifft Aussagen zu den wesentlichen Merkmalen der neuen Schulart.  
© Dieter Schütze / <a href="http://www.pixelio.de" target="_blank">PIXELIO</a>13.12.2011 Dem Trend zu einer höheren Allgemeinbildung muss mit einer Schulart Rechnung getragen werden, die verschiedene Schulkarrieren zulässt, neben dem Weg zum Abitur auch die Entscheidung für eine Ausbildung im Handwerk: "Wir bauen auf die Gemeinschaftsschule, denn gerade im Handwerk steigen die Qualifikationsanforderungen kontinuierlich und die Betriebe sind auf leistungsstärkere Auszubildende angewiesen", kommentierte Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle die Eckpunkte zur Einführung der neuen Schulart, die heute von Kultusministerin Warminski-Leitheußer vorgestellt wurden.  
08.12.2011 Landeshandwerkspräsident Möhrle begrüßt den geplanten Wegfall der Notenhürde zwischen Klasse 9 und Klasse 10 an Werkrealschulen. "Damit wird eine alte Forderung des Handwerks in die Tat umgesetzt." Er kritisiert jedoch die Abkehr von der bisher geplanten verpflichtenden Kooperation der Werkrealschule mit den zweijährigen Berufsfachschulen in Klasse 10 und fordert klare Alternativkonzepte in der Berufsvorbereitung ein.  
18.11.2011 Die Gemeinschaftsschule in Baden-Württemberg wird zum Schuljahr 2012/2013 kommen, dies ist spruchreif. Die Frage ist nur, wie sie funktionieren wird. Gemeinsam mit Experten suchte das Handwerk auf einer bildungspolitischen Fachtagung in Stuttgart nach Ansätzen.  
© Woodapple / <a href="http://www.fotolia.com" target="_blank">Fotolia.com</a>13.10.2011 Der Handwerkstag bringt sich erneut in die Debatte um längeres gemeinsames Lernen ein: Auf einer Bildungsfachtagung am 16. November in Stuttgart will das baden-württembergische Handwerk die Anforderungen an die künftige Gemeinschaftsschule definieren und in den Dialog mit dem Kultusministerium eintreten.  
10.10.2011 Die Landesregierung will die Werkrealschule weiterentwickeln: Das Kabinett hat einen Gesetzesentwurf beschlossen, der für mehr Chancengleichheit und für eine bessere Berufsorientierung sorgen soll – allerdings ohne verpflichtende Kooperation mit den Berufsfachschulen. Der Entwurf sieht ferner einzügige Werkrealschulen vor und hebt die Notenhürde beim Übergang in Klasse zehn auf.  
06.10.2011 Der baden-württembergische Landtag debattiert am 13. Oktober im Plenum über die Zukunft der Werkrealschule sowie über Anträge auf Einrichtung von Gemeinschaftsschulen. Zu beiden Themen liegen Stellungnahmen aus dem Kultusministerium vor.  
28.09.2011 Einen Anspruch auf Ausbildung für jeden Schulabgänger, wie es die SPD-Fraktion in der aktuellen Debatte im Landtag und zuvor schon nach ihrer Klausurtagung formuliert hat, lehnt der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) ab. Wer eventuelle Schwächen in den ersten Monaten der Ausbildung ausgleichen wolle, habe den Bezug zur Realität in den Betrieben verloren: "In der Pflicht stehen zuallererst die Schulen."  
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