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Das noch unter der bisherigen Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) beschlossene Wärmegesetz nimmt bislang öffentliche Gebäude von der Pflicht aus, bei der Sanierung verstärkt auf erneuerbare Energien zu achten. Das müsse sich ändern, sagte Möhrle. Druck mache schließlich auch der Energieeffizienzplan der EU-Kommission, der eine Verdoppelung der Sanierungsrate bei öffentlichen Gebäuden anstrebe. "Vor allem die Energieeffizienz im Bestand ist ein wichtiger Beitrag zur Nachhaltigkeit," sagte Möhrle, "aber wir werden die klimapolitischen Zielsetzungen verfehlen, wenn wir nur Vorschriften und nicht gleichzeitig größere Anreize schaffen." Möhrle sieht deshalb in der Ankündigung kaum mehr als einen ersten Schritt. Es gebe noch Vieles anzupacken. So müsse zum Beispiel vor allem das Mieter-Vermieter-Dilemma gelöst werden, um das Tempo der energetischen Sanierung im Mietwohnungsbau voranzutreiben, sonst werde der Wohnbestand auch in hundert Jahren noch nicht saniert sein: "Solange der eine die Einsparung hat und der andere die Kosten, kann man einem Vermieter schwerlich verdenken, wenn er sich nicht für eine Sanierung erwärmen kann." Der Landeshandwerkspräsident verlangte eine planbare, langfristige und verlässliche Förderpolitik: "Davon sind wir derzeit aber noch meilenweit entfernt."
Das Handwerk sei unentbehrlich für die Energieberatung, den Einsatz von innovativen Gebäudeisoliertechniken, die Installation der dezentralen Energieerzeugung und der regenerativen Energietechnologie. Möhrle: "Das Land ist sowohl im Sinne des Klimaschutzes als auch im Sinne der Sicherung der Zukunftsfähigkeit der mittelständischen Wirtschaft in der Pflicht, die sich hieraus ergebenden Chancen zu ergreifen." Die Beteiligung kleiner Handwerksbetriebe an der energetischen Sanierung von öffentlichen Gebäuden des Landes müsse durch Ausschreibungen in kleinen Losen gesichert werden, forderte Möhrle weiter.
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