Energiemanagement: Handwerk und Stadtwerke wollen gemeinsam Strategien entwickeln
26.09.2011Der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) und der Verband der kommunalen Unternehmen (VKU) Baden-Württemberg, wollen künftig enger zusammenarbeiten, teilten VKU-Landesvorstandsmitglied Hermann-Josef Pelgrim und Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle nach einem Spitzengespräch mit. Für eine erfolgreiche Energiewende brauche es funktionierende kommunale Energiemanagementkonzepte. Kommunen, Handwerk und Versorgungsunternehmen wollen im Dreierverbund gemeinsame Strategien entwickeln.

"Das Handwerk kann dabei insbesondere seine Kompetenz zum Abgleich des Energiebedarfs mit den Möglichkeiten der dezentralen Energieversorger in den Kommunen einbringen", betonte Möhrle. Das Handwerk habe Zugang zu den Gebäudeeigentümern und könne mit diesen gebäude- oder nachbarschaftsbezogene Optimierungsstrategien angehen. Für größere Objektverbünde hingegen sei man auf die aktive Beteiligung der Kommunen angewiesen. „Über 80 Prozent der Bürger vertrauen nach aktuellen Umfragen ihrem Stadtwerk – sogar mehr als den Sparkassen“, hob der Schwäbisch Haller Oberbürgermeister Pelgrim hervor und zeigte auf, dass kommunale Unternehmen von einer anderen Seite einen guten Zugang zum Kunden besäßen. „Damit können wir die Energiewende vor Ort konkret angehen und umsetzen – Stadtwerke und Handwerk könnten gute Partner sein“, so Pelgrim weiter. Im gesamten Management der Verteilnetze, bei der Versorgung der Endkunden und der Einspeisung dezentraler Erzeugungsanlagen, seien kommunale Unternehmen der kompetente Dienstleister vor Ort und könnten zudem eine wichtige Rolle mit dem sogenannten Contracting bei der Finanzierung von investiven privaten und mittelständischen Maßnahmen im Bereich der Energieeinsparung spielen.

Die Frage, welche erneuerbare Energieart unter den Aspekten von Effizienz, Sicherheit und Zuverlässigkeit am geeignetsten sei, rufe geradezu nach regionalen Clustern, stellten beide Verbände übereinstimmend fest. Nicht zuletzt würden neue Energieprojekte am ehesten von den Bürgern akzeptiert, wenn sie das Ergebnis eines breiten lokalen Diskurses seien. „Kommunale Energie- und Klimaschutzkonzepte werden in Zukunft die Entwicklung und Umsetzung auf dem Markt der Energiedienstleistungen vorgeben“, unterstrichen Möhrle und Pelgrim. Ziel müsse deshalb eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe bei der Entwicklung der regionalen Konzepte unter Berücksichtigung aller regionalen Partner – Kommunen, örtliche Energieversorger, Energieagenturen, Planer, Handwerk – sein.

Ansprechpartnerin für Redaktionen:
Eva Hauser
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
(0711) 26 37 09-105

Ansprechpartner zum Thema:
Oskar Vogel
Hauptgeschäftsführer
(0711) 26 37 09-0

Werbung