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Die Bundesregierung hat den Ausstieg aus der Atomenergie bis 2020 beschlossen. Bis dahin gilt es, jährlich rund 140 Milliarden Kilowattstunden ehemaliger Kernkraft zu ersetzen und den Ökostromanteil auf 35 Prozent anzuheben. Ein Ziel, auf dessen Weg zunächst eine neue Brückentechnologie genutzt werden muss: Experten halten Gas- und Kohlekraftwerke mit insgesamt 10.000 bis 14.000 Megawatt für notwendig. Um eine dezentralere Energieversorgung zu ermöglichen sind Studien zufolge zudem 3.000 bis 4.000 Kilometer neue Hochspannungsleitungen erforderlich. Ihr Ausbau ist zwingend notwendig, um Strom aus den windstarken norddeutschen Regionen effizient ins verbrauchsstarke Süddeutschland zu transportieren. Hinzu kommen Investitionen in Energiespeicher, über die sich überschüssiger Strom aus erneuerbaren Energien zu späteren Zeitpunkten nutzbar machen lässt.
Allein für die genannten Maßnahmen sind etwa 60 Milliarden Euro notwendig. Zusätzlich zu den Einnahmen aus der Kernbrennstoffsteuer plant die Regierung mit Energie- und Klimafonds, die jedoch nur bis zu 500 Millionen Euro kompensieren können. Unterm Strich drohen also massive Mehrkosten, deren Erwartung sich bereits unmittelbar nach Bekanntgabe des Atomausstiegs in einem enormen Preisanstieg an der Leipziger Leipziger Strombörse niederschlug. Aktuell lässt sich zwar eine Stagnation ausmachen, Experten rechnen jedoch ab Mitte Juli mit erneuten Anstiegen von 0,5 bis 5 Cent pro Kilowattstunde.
Für energieintensiv arbeitende Betriebe kann dies zu einer echten Bedrohung werden. Die Mitgliedsbetriebe der Energie-Einkaufsgemeinschaft des Handwerks sind jedoch auf der sichern Seite: Ihre Strombezugspreise sind noch bis Ende 2012 festgeschrieben. Zudem erzielen sie durch die Bündelung der Nachfrage günstigere Großabnehmerkonditionen. Der Einstieg in die Energie-Einkaufsgemeinschaft steht allen baden-württembergischen Handwerksbetrieben offen.
Kontaktinformationen sowie Unterlagen zum Beitritt gibt es auf der Website des Baden-Württembergischen Handwerkstages:






