Handwerk steigt in elektronischen Geschäftsverkehr ein
16.12.2010Zahlreiche Veranstaltungen des Electronic Commerce Centrums (ECC) haben dem Handwerk in den letzten drei Jahren den elektronischen Geschäftsverkehr nahe gebracht. Eine zusammenfassende Analyse zeigt, wo es Zustimmung gibt und welche Aspekte kritisch betrachtet werden.

Mit Veranstaltungen zu E-Vergabe, digitaler Signatur, dem Datenaustauschformat GAEB, Präqualifikation, Branchensoftware und mobilen Diensten hat das Electronic Commerce Centrum Stuttgart (ECC) das Handwerk im Zeitraum von 2008 bis 2010 zu allen möglichen Facetten des elektronischen Geschäftsverkehrs informiert. Die Veranstaltungen richteten sich an Unternehmer und Führungskräfte aus den Bau-, Ausbau- und anlagentechnischen Handwerken, bei denen die meisten dieser Themen in nächster Zeit zwangsläufig Einzug in den betrieblichen Alltag halten werden.
 
Im Rahmen des Forschungsprojekts Maremba (Mobile Assistenz für das Ressourcenmanagement in der Bau-Auftragsabwicklung) wurde bei diesen Veranstaltungen per Fragebogen die Verbreitung und Akzeptanz solch elektronischer Geschäftsprozesse im Handwerk abgefragt. Der Abschlussbericht zeigt, dass die Betriebe dem Thema sehr unterschiedlich gegenüberstehen: Ablehnung oder starke Zurückhaltung auf der einen, großes Interesse und hohe Offenheit auf der anderen Seite.
 
Ein Bewusstsein, dass entsprechende Verfahren auf dem Vormarsch sind und meist auch Vorteile haben, ist im Handwerk durchaus vorhanden. Skepsis hingen kommt vor allem in punkto Aufwand, Kosten und Umstellungsgeschwindigkeit auf. Wobei das Urteil auch vom jeweiligen Thema abhängt: Während die elektronische Vergabe und der Einsatz von Branchensoftware auf hohe Akzeptanz stoßen, wird die Präqualifikation vor allem von kleinen Betrieben häufig als Zumutung betrachtet. Auf ein erfreulich hohes Interesse traf das elektronische Ressourcenmanagement, auch wenn dieses vor allem in seiner kooperativen Vorgehensweise für viele der angesprochenen Unternehmen noch Zukunftsmusik ist.

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