Infoabend zu elektronischer Vergabe und digitaler Signatur
02.03.2011Die diesjährige Veranstaltungsreihe des Baden-Württembergischen Handwerkstags (BWHT) als Partner im Electronic Commerce Centrum Stuttgart-Heilbronn (ECC) startet am 31. März mit einem Informationsabend zum Thema E-Vergabe und digitale Signatur in der Gewerbe Akademie der Handwerkskammer Freiburg.

Unter dem Stichwort E-Government verlagern öffentliche Hand und Verwaltung immer mehr Geschäfts- und Verwaltungsprozesse auf den elektronischen Weg. Schon seit 2006 werden in der Europäischen Union und auf Bundesebene die Meilensteine für diese Umgestaltung gesetzt. Der elektronischen Ausschreibung und Vergabe kommt dabei die Rolle einer Schlüsselanwendung zu, die das Thema E-Government in die Breite tragen und ihm einen kräftigen Schub geben soll.

Auf Landesseite fiel der Startschuss zur E-Vergabe Ende 2008 als die Staatliche Vermögens- und Hochbauverwaltung, die Straßenbauverwaltung und das Logistikzentrum Baden-Württemberg die Plattform vergabe24 einführten. Auch wenn die Mühlen auf kommunaler Ebene noch etwas langsamer mahlen, ziehen langsam aber sicher immer mehr Städte und Kommunen nach. So ging im Februar letzten Jahres das Vergabeportal der Region Freiburg online, mit dem in der Stadt Freiburg und den Landkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald das elektronische Verfahren stufenweise eingeführt wird. Unter Einbeziehung von Vertretern der Kammern haben sich die Kreisverwaltungen der Region Freiburg genauso wie der Ortenaukreis und die Stadt Lahr für das Produkt Deutsche eVergabe der Firma Healy Hudson entschieden.

Die Umstellung auf das elektronische Verfahren erfolgt stufenweise: Im ersten Schritt können die Bekanntmachungen online recherchiert werden, dann stehen sukzessive auch Vergabeunterlagen zum Download bereit. Als letzter Schritt soll die Abgabe der Angebote per Internet erfolgen. Ziel ist es, künftig den kompletten Vergabeprozess zwischen Vergabestelle und Bieter elektronisch abzuwickeln.

Wer ein Angebot elektronisch abgeben will, kann schlecht mit dem Füllfederhalter unterschreiben. Weshalb die digitale Signatur ebenfalls mit ins Programm der Informationsveranstaltung am 31. März in der Gewerbe Akademie der Handwerkskammer Freiburg gehört. Zudem ist die elektronische Unterschrift nicht nur bei der E-Vergabe, sondern auch bei immer mehr anderen elektronischen Geschäftsprozessen Voraussetzung, wenn nicht gar Pflicht.

Das kompakte dreistündige Programm bietet den Betrieben eine Orientierung zu den wichtigen Fragen: Wie funktioniert die digitale Signatur, welche Varianten und Anwendungsfelder gibt es? Wie steht es aktuell um die elektronische Ausschreibung und Vergabe? Was bieten die Ausschreibungsplattformen und wie sind die Abläufe? Welcher Aufwand und welche Kosten kommen auf die Betriebe zu?

Neben den Referenten zur digitalen Signatur und zu den zwei Vergabeplattformen vergabe 24 und Deutsche eVergabe kommt auch eine Vertreterin des Vergabemanagements der Stadt Freiburg zu Wort. Sie informiert die Unternehmen aus erster Hand, welche Erwartungen die ausschreibenden Stellen mit dem neuen Verfahren verknüpfen und welche ersten Erfahrungen gemacht wurden.

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