Sie haben jeweils gemeinsam innovative Produkte entwickelt und zur Marktreife gebracht. Mit dem Preis fördert "handwerk magazin" den Technologietransfer zwischen Handwerk und Wissenschaft. Die Preise überreichten Professor Johann Löhn, Präsident der Steinbeis-Hochschule Berlin und Vorsitzender der Jury, und Anton Gindele, Präsident der Handwerkskammer Ulm im Rahmen des Steinbeis-Tages in Stuttgart.
Den Professor-Adalbert-Seifriz-Preis 2011 erhielten:
- Konrad Mezger, Geiger + Schüle Bau GmbH (Ulm) und Prof. Dr.-Ing. Thomas Neidhart von der Hochschule Regensburg.
Sie entwickelten ein Verfahren, bei dem nach dem Verlegen von Fernwärmeleitungen ein Flüssigboden eingesetzt wird. Mit diesem Flüssigboden werden die Gräben für die Leitungen verfüllt. Flüssigboden ist ein selbstverdichtendes Füllmaterial, es besteht aus Aushub, Wasser, Tonmaterialien und Zement. Der Vorteil ist: Mit Flüssigboden braucht man viel weniger Zeit und weniger Personal, um Leitungen einzubetten. - Frank Wallossek und Martina Fischer-Wallossek, Wallossek Dentaltechnik GmbH (Köln) und Prof. Dr. Dr. Joachim E. Zöller von der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie der Universität Köln.
Ihr Projekt sind der Datenscan und die Fräsbearbeitung neuartiger homogener Werkstoffe für den zahnmedizinischen Bereich. Damit werden Allergieprobleme bei den Zahnpatienten verhindert, gleichzeitig ist eine Serienfertigung in der Zahnprothetik möglich, was erheblich Kosten spart. - Matthias Schuke, Alexander Schuke Potsdam Orgelbau GmbH (Werder/Havel) und Prof. Dr. Markus Abel vom Institut für Physik und Astronomie an der Universität Potsdam.
Sie entwickelten gemeinsam eine Regeleinrichtung für die Druckluftversorgung einer Orgel. In dem Projekt wurde ein dynamisches Verhalten des Windsystems erreicht. Dabei handelt es sich um einen schmalen Bereich zwischen der völligen Konstanz des Winddruckes, was bei Orgeln klanglich ausdruckslos klingt, und zu starken Schwankungen, was einen unruhigen Klang verursacht.
An dem Wettbewerb, den "handwerk magazin" zum 23. Mal gemeinsam mit dem "Verein Technologietransfer Handwerk, Stiftung Adalbert-Seifriz-Preis" (Stuttgart) veranstaltete, konnten sich Handwerksunternehmer aus ganz Deutschland bewerben, die zusammen mit einem Partner aus Forschung und Wissenschaft neue Produkte, Verfahren, Dienstleistungen oder neue Formen der betrieblichen Organisation entwickelt haben. Die Projekte sollen den Gedanken des Technologietransfers beispielhaft verkörpern. Außerdem muss das Teamprojekt zu einem abgeschlossenen Ergebnis gekommen sein und erste Erfolge am Markt aufweisen. Weitere Förderer des Wettbewerbs sind die Signal Iduna Gruppe und der Baden-Württembergische Handwerkstag sowie die Steinbeis-Stiftung und der Zentralverband des Deutschen Handwerks.
Weitere Informationen unter www.handwerk-magazin.de
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