Vogel appellierte an alle Beteiligten, das Ergebnis, das dem Verfahren nach dem Schlichterspruch entspreche, anzuerkennen und die Arbeiten der Bahn nicht länger zu behindern. Das Handwerk verkenne nicht die Tatsache, dass sich die Finanzierung des Projektes Stuttgart 21 auf dünnem Eis bewege. Aber nach dem positiven Testat müsse es nun endlich vorwärts gehen: "Wir sollten den verkehrspolitischen Fortschritt und die städtebauliche Chance für die Landeshauptstadt nicht verschenken."
Vogel erwartet neue Impulse für den Arbeitsmarkt und eine Steigerung von Wachstum und Wirtschaftskraft. So rechne zum Beispiel die Landesvereinigung Bauwirtschaft Baden-Württemberg damit, dass durch Stuttgart 21 bis zum Ende des geplanten Projektes im Jahr 2019 etwa 4.200 zusätzliche neue Arbeitsplätze auf dem Bau sowie in den nachgelagerten Wirtschaftszweigen entstehen. Die Gegner sollten endlich akzeptieren, dass dem Projekt die ausdifferenzierten Entscheidungsverfahren einer parlamentarischen Demokratie vorausgegangen sind: "Und sie sollten zur Kenntnis nehmen, dass die Mehrheit der Bevölkerung einen Ausstieg des Landes aus der Projektfinanzierung nicht will." Er verwies auf die Ergebnisse einer vor kurzem veröffentlichten Umfrage, wonach 47 Prozent der Baden-Württemberger und 49 Prozent der Stuttgarter das Bahnprojekt befürworten, 34 Prozent der Menschen im Land sind laut Umfrage dagegen, bei den Stuttgartern sind es 41 Prozent.
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