
© Rike / PIXELIO
Das Handwerk lehne eine Ausdehnung der Lkw-Maut beziehungsweise eine Autobahnmaut für Pkw und andere Fahrzeuge bis zwölf Tonnen ab. Möhrle: "Teure Nachrüstung, ohne Nachrüstung umständliche Anmeldung vor jeder Fahrt und die naheliegende Wahrscheinlichkeit, dass die Mautgeräte dann auch für eine City Maut genutzt werden, sprechen eindeutig dagegen." In Baden-Württemberg sind nach Schätzungen des Handwerkstages rund 140.000 Sprinter im Dienste der Kunden für Handwerksbetriebe unterwegs. "Egal, in welcher Höhe ein Maut käme", sagte Möhrle, "da geht es um richtig viel Geld." Das habe offenbar auch Verkehrsminister Hermann erkannt. Es könne aber nicht sein, dass einmal mehr die kleinen und mittleren Betriebe zur Melkkuh gemacht würden.
Wenn man überhaupt darüber nachdenken wolle, so Möhrle, dann allenfalls vor dem Hintergrund, dass die zusätzlichen Mittel garantiert zweckgebunden in mehr Investitionen für den Straßenbau fließen würden. Denn schon heute könnten Handwerker vor allem im städtischen Raum die wahren Kosten für die Anfahrt nicht auf die Rechnung draufschlagen. Möhrle: "Aber an Märchen glauben wir schon lange nicht mehr." Angesichts knapper Kassen allerorten wäre eher damit zu rechnen, dass die Einnahmen wie schon bei der Lkw-Maut zu großen Teilen im allgemeinen Haushalt versickerten. "Letztlich würde die Einführung einer solchen Maut Arbeitsplätze in den Betrieben kosten", warnt Möhrle.
Ansprechpartnerin für Redaktionen:
Eva Hauser
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
(0711) 26 37 09-105
Ansprechpartnerin zum Thema:
Christine Sabbah
Energie und Umwelt
(0711) 26 37 09-106



