2. Quartal 2011: Umsatzplus in fast allen Handwerksgruppen
09.09.2011Laut dem Statistischen Landesamt haben die zulassungspflichtigen Handwerksbetriebe im zweiten Quartal 2011 8,6 Prozent mehr Umsatz gemacht wie im Vorjahresquartal. Auf das Jahr gesehen erwartet das Handwerk eine Umsatzsteigerung von vier Prozent.

Laut der Handwerksberichterstattung des Statistischen Landesamtes haben die zulassungspflichtigen Betriebe im zweiten Quartal 2011 deutlich höhere Umsätze erwirtschaftet als im Vorjahresquartal: Die Umsätze sind im Vergleich um 8,6 Prozent gestiegen. Besonders erfreulich ist, dass nahezu alle Handwerksgruppen ein Umsatzplus verzeichnen konnten.

Die deutlichste Steigerung von 18,2 Prozent meldeten die Handwerke für den gewerblichen Bedarf. Diese Entwicklung vollzieht sich analog zu den Produktionssteigerungen industrieller Kunden. Metallbaubetriebe profitierten zudem von der verstärkten Investition in gewerbliche Erweiterungsbauten.
 
Das Kraftfahrzeuggewerbe konnte seine Umsätze um 10,6 Prozent steigern. Hier ist die zunehmende Nachfrage von privaten Konsumenten und gewerblichen Kunden nach Neu- und Gebrauchtwagen der Grund.  Ähnlich stark (10,2%) waren die Umsatzsteigerungen im Bauhauptgewerbe. Besonders der private Wohnungsbau wächst wieder: Niedrige Zinsen und gute Arbeitsplatzaussichten lassen die Menschen im Land wieder verstärkt über die eigenen vier Wände nachdenken. Auch der gewerbliche Hochbau erfreut sich einer hohen Nachfrage. Beide Bereiche zusammen können somit den rückläufigen öffentlichen Bau mehr als ausgleichen.

Lediglich das Ausbaugewerbe konnte seine Umsätze aus dem Vorjahrsquartal nicht ganz halten (-0,3%). Berufe wie Maler, Stuckateure und Glaser, die direkt mit der energetischen Sanierung der Gebäudehülle zu tun haben legten zwar kräftig zu. Die Elektrobetriebe hingegen verzeichneten einen Umsatzrückgang von 7,1 Prozent. Hintergrund sind vermutlich Nachfragerückgänge im Photovoltaikbereich, resultierend aus Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der Einspeisevergütungen.

Insgesamt erwartet das baden-württembergischen Handwerk für 2011 einen Umsatzanstieg von vier Prozent und einen leichten Beschäftigungsanstieg. Letzterer Lag im zweiten Quartal 2011 bei 0,9 Prozent.

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