Die Wirtschaftsmacht von nebenan ist stärker als gedacht
02.08.2011Der Handwerkstag hat die vom Statistischen Landesamt jüngst veröffentlichten Daten aus dem Jahr 2008 bis 2010 fortgeschrieben und ist zu einem erfreulichen Ergebnis gekommen: Im baden-württembergischen Handwerk gibt es mehr Beschäftigte und einen höheren Gesamtumsatz als bisher angenommen.

Letzte Woche hat das Statistische Landesamt die Ergebnisse seiner Unternehmensregisterauswertung Handwerk mit Bezug auf das Berichtsjahr 2008 veröffentlicht. Der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) hat die dortigen Angaben zu Umsatz und Beschäftigung für die Jahre 2009 und 2010 fortgeschrieben und das vom Unternehmensregister nicht erfasste handwerksähnliche Gewerbe hinzu geschätzt. Das Ergebnis: Im Jahr 2010 arbeiteten rund 725.000 Beschäftigte im Handwerk und die Betriebe generierten ohne Mehrwertsteuer einen Umsatz von 74,6 Milliarden Euro.

Das Ergebnis ist sehr erfreulich, da man aufgrund der bislang üblichen Fortschreibung der Werte aus der Handwerkszählung von 1995 beim BWHT von niedrigeren Zahlen ausgegangen war. Anhand dieser seit der Novellierung der Handwerksordnung im Jahr 2004 mit starken Unsicherheiten behafteten Erhebungsweise war man auf nur 723.000 Beschäftige sowie einen Umsatz von 65 Milliarden Euro gekommen. Sprich: Die Wirtschaftsmacht von nebenan ist stärker als sie selbst gedacht hat...

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