Steuerpolitik

Eine mittelstandsfreundliche Steuerpolitik ist für das Handwerk von hoher Bedeutung. Da Kleinunternehmen mit geringer Liquidität oft unter der Soll-Besteuerung, leiden, setzt sich der BWHT in deren Fall für die Soll/Ist-Besteuerung ein.

Da hohe Mehrwertsteuersätze zur Verlagerung von handwerklichen Tätigkeiten in die Schwarzarbeit führen, bildet die Einführung eines reduzierten Mehrwertsteuersatzes auf arbeitsintensive Dienstleistungen ein anderes zentrales Anliegen des Handwerks.

Nachrichten zur Steuerpolitik
26.04.2012 "Das ist eine hanebüchene Idee, die sich als Milchmädchenrechnung entpuppen wird", zeigte sich Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle empört über die aktuell bekannt gewordene Absicht der Länderfinanzminister, geplante Steuererleichterungen unter anderem ausgerechnet damit zu kompensieren, dass Handwerkerrechnungen unter 300 Euro künftig nicht mehr abgesetzt werden können.  
04.04.2012 Mitte März hatte der Verhandlungsführer des Bundes höchst zuversichtlich über die steuerliche Förderung energetischer Sanierungen gesprochen. Eine Einschätzung, die der BWHT nach Gesprächen mit Politikern aus Bund und Land nicht zu teilen vermag. Vielmehr hat sich gezeigt, dass noch viele Gräben zu überwinden sind.  
03.04.2012 "Es wird Zeit für einen Instrumentenwechsel und zwar besser heute als morgen", äußerte sich Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle kritisch zum Start der vom baden-württembergischen Umweltministerium mit insgesamt fünf Millionen Euro unterstützten Förderprogramme der L-Bank für Energieeffizienz-Maßnahmen. Möhrle forderte, die Fakten nicht länger zu ignorieren und endlich das Tauziehen um die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung zu beenden: "Mit günstigen Krediten lassen sich Gebäudeeigentümer nur begrenzt hinterm Ofen vorlocken, aber Steuern sparen wollen alle."  
16.03.2012 Bei der steuerlichen Absetzbarkeit energetischer Gebäudesanierungen sollen erhebliche Fortschritte erzielt worden sein: Die Deutsche Handwerkszeitung berichtet von einem Kompromiss zwischen Bund und Ländern, ein entsprechendes Gesetz soll bereits in den nächsten Wochen verabschiedet werden.  
09.02.2012 "Jeder will die Wende und keiner will's bezahlen, so treten wir beim Thema energetische Gebäudesanierung noch bis zum Sankt Nimmerleinstag auf der Stelle", zeigte sich Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle enttäuscht. Der Vermittlungsausschuss von Bund und Ländern vertagte gestern erneut die Beratungen über die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung.  
02.02.2012 Die Allianz für Gebäude-Energieeffizenz stellt deutschen Altbauten in Sachen Dämmung und Heizung ein schlechtes Zeugnis aus. Im Tenor mit dem Handwerk weist sie darauf hin, dass eine steuerliche Sanierungsförderung nicht zu Ausfällen in den Länderkassen, sondern langfristig sogar zu Mehreinnahmen führt.  
20.01.2012 In einem Interview im Staatsanzeiger (Ausgabe 2 vom 20.1.) bezieht Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle Stellung zur Energiewende. Aus Sicht des Handwerks ist nach wie vor die steuerliche Absetzbarkeit energetischer Sanierungsmaßnahmen die entscheidende Stellschraube.  
25.11.2011 Die Umsatzgrenze für die Ist-Versteuerung der Betriebe bleibt nun dauerhaft bei 500.000 Euro. Dafür hat heute der Bundesrat den Weg frei gemacht. "In einer Phase, in der die Unternehmen investieren, ist das ein gutes Signal", freute sich Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle. Die Entfristung verschaffe rund 70 Prozent aller Handwerksbetriebe im Land nun endlich nicht nur Planungssicherheit, sondern vor allem auch einen zusätzlichen Liquiditätspuffer.  
14.11.2011 Der Bundesrat hat dem Steuervereinfachungsgesetz zugestimmt, zum 1. Januar 2012 tritt es in Kraft. Der Monatsbericht digital des Bundesfinanzministeriums informiert über die Details zu einem einfacheren und transparenteren Steuerrecht.  
21.09.2011 Der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) fordert nachdrücklich die steuerliche Förderung von energetischen Gebäudesanierungen und appelliert in einem Schreiben an Ministerpräsident Kretschmann, doch noch eine Einigung im Vermittlungsausschuss zu erreichen.  
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