Parlamentarischer Abend: Schlachtfest 2013

Er ist ein Highlight im Jahreskalender des baden-württembergischen Handwerks: der Parlamentarische Abend beim Baden-Württembergischen Handwerkstag (BWHT). Längst hat sich das „Schlachtfest“, das Mitte Oktober bereits zum sechsten Mal im Forum der Handwerkskammer Region Stuttgart stattfand, als politisch-gesellschaftlicher Treffpunkt etabliert.

Ein volles Haus versprach die Gästeliste, darunter der Vizepräsident des Europäischen Parlaments Rainer Wieland (CDU)  Landtagspräsident Guido Wolf (CDU), Kultusminister Andreas Stoch, sowie der Parlamentarische Staatssekretär Ingo Rust. Gekommen waren auch die Vorsitzenden aller Landtagsfraktionen: Peter Hauk (CDU), Edith Sitzmann (Grüne), Claus Schmiedel (SPD) und Hans-Ulrich Rülke, ebenso der Mittelstandsbeauftragte der Landesregierung, Peter Hofelich (SPD). "Ein voller Erfolg!", so lautete denn auch das Fazit von Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle. Maßgeblich für den Erfolg der Veranstaltung war aber auch, dass viele Vertreter der Handwerkskammern, Fachverbände und befreundeter Organisationen gekommen waren, um in zwanglosem Rahmen mit ihren Wahlkreisabgeordneten und den Regierungsmitgliedern zu diskutieren.

Landeshandwerkspräsident Möhrle nutzte seine Begrüßung zu einer Standortbestimmung, in der er kurz auf handwerksrelevante Politikfelder wie Energie, Infrastruktur und duale Ausbildung einging. Besonders am Herzen lag ihm die Ankündigung der EU-Kommission, den Zugang zu reglementierten Berufen zu erleichtern: "Das gefährdet den Meisterbrief und damit das Herzstück des von aller Welt hoch gelobten dualen Ausbildungssystems."

Landtagspräsident Wolf meinte in seinem launigen Grußwort, der Kampagnenslogan „Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht von nebenan“ sei fast schon untertrieben, wo doch die Branche derzeit erfreulich obenauf sei: "Da können die politischen Rahmenbedingungen ja so schlecht nicht sein." Aber er betonte, über Parteigrenzen hinweg müsse das Ziel sein, Qualität zu verbessern. Europäische Regelungen dürften nicht zu einer Nivellierung führen. Er zeigte sich überzeugt, dass das Handwerk eine gute Zukunft im Land hat.

Zahlreiche Landtags- und auch einige Bundestagsabgeordnete übten sich gleich am Eingang in der mobilen Hafendörfer-Bäckerei in der hohen Kunst des Brezelbackens: Sie durften die Teigrollen kunstvoll schlingen und das fertige Produkt am Abend auch gleich mit nach Hause nehmen. Musikalisch hatte die Jazzband Boogaloo mit ihrer Sängerin Ruth Sabadino zur guten Atmosphäre beigetragen.