MINT-Berufe  05.10.2018

Neues Projekt zur Förderung von Frauen

Heute startete im Rahmen des Bilanzgesprächs der Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen“ ein neues Projekt des Baden-Württembergischen Handwerkstags (BWHT) und des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau zur Förderung von Frauen im gewerblich-technischen Handwerk.


„Vor allem im gewerblich-technischen Handwerk haben wir Nachholbedarf, dort gibt es einfach zu wenige Frauen. Wir freuen uns sehr, dass mit diesem Projekt nun zielgerichtet konkrete Unterstützungsangebote erarbeitet werden, um der stagnierenden Frauenquote im Handwerk etwas entgegenzusetzen. Viele Mädchen haben veraltete oder falsche Vorstellungen der Tätigkeiten im Handwerk. Das schreckt sie ab, einen Beruf in einer vermeintlichen Männerdomäne zu ergreifen. Hinzu kommen rechtliche Unsicherheiten bei unseren Betrieben. Angesichts des hohen Fachkräftebedarfs im Handwerk wollen wir unsere Betriebe dabei unterstützen, sich familienbewusster aufzustellen und so als Arbeitgeber attraktiver zu werden“, so BWHT-Hauptgeschäftsführer Oskar Vogel bei der Projektvorstellung.

„Die Gleichstellung von Frauen und Männern im Berufsleben ist ein großes Anliegen der baden-württembergischen Wirtschaftspolitik. Darum sind Projekte wie dieses zielführend und absolut wichtig. Denn wir müssen uns von alten Rollenbildern lösen und allen jungen Menschen die Vielfalt unserer Berufe und die Chancen einer beruflichen Laufbahn im Handwerk aufzeigen“, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz anlässlich des Projektstarts.

„Frauen im Handwerk“ richtet sich zum einen an junge Mädchen und Frauen selbst. Sie sollen vertiefende Einblicke in Handwerkberufe erhalten. Es sollen regionale Vernetzungsmöglichkeiten für und mit Frauen im Handwerk geschaffen werden. Zum anderen werden die Betriebe angesprochen. Sie werden zu Möglichkeiten familienbewusster Betriebsführung beraten. Auch werden Module zu familienbewusster Personalpolitik für die betriebswirtschaftlichen Aufstiegsfortbildungen entwickelt.

Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet, durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau gefördert und hat zunächst eine Laufzeit bis Dezember 2019.