Statistisches Landesamt  13.11.2020

Verdiensterhebung wird neu aufgestellt

Das Statistische Landesamt legt seine vierteljährliche Verdiensterhebung mit der alle vier Jahre stattfindenden Verdienststrukturerhebung zusammen und führt sie ab 2022 monatlich durch. Handwerksbetriebe können zur Auskunft verpflichtet werden.


Grund für die Änderung ist, künftig aktuellere Daten zu Verdiensten zu erhalten. Die neue Erhebung findet einmalig im April 2021 und dann monatlich ab Januar 2022 statt. Die bisherigen Verdiensterhebungen laufen mit der Erhebung für das vierte Quartal 2021 aus.

Handwerksbetriebe mit mindestens einem sozialversicherungspflichtig Beschäftigten können in die Stichprobe einbezogen werden. Wer vom Statistischen Landesamt ausgewählt wird, erhält in den nächsten Wochen ein Schreiben und ist verpflichtet, zu den jeweiligen Stichtagen Auskunft zu geben. Insgesamt werden landesweit rund 5.000 Betriebe aus dem verarbeitenden Gewerbe, der Bauwirtschaft oder dem Dienstleistungsbereich befragt.

Zwar findet die neue Erhebung monatlich statt, bringt aber erhebliche Vereinfachungen mit sich: So können die Verdienstdaten künftig als Einzeldaten direkt aus der Lohnbuchhaltung übernommen werden. Aufwändige Aufsummierungen oder Gruppierungen, die der Betrieb bislang durchführen musste, entfallen.

Betriebe, die zur Meldung aufgefordert werden, sollten prüfen, ob sie am bequemen eStatistik.core-Verfahren mit Online-Schnittstelle zur Buchhaltungssoftware teilnehmen können - in diesem Fall geht die Meldung auf Knopfdruck. Vor allem für größere Betrieben bedeutet dies eine erhebliche Entlastung. Außerdem sind mit eStatistik.core noch weitere Erhebungen möglich.

Infoblatt des Statistischen Landesamts: Die neue Verdiensterhebung

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